Stand: 11.01.2019 17:35 Uhr

Stromausfall: Verkohltes Starkstromkabel gefunden

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Mitarbeiter der Stadtwerke haben das Erdkabel zwischen Dänemark und Flensburg untersucht. So fanden sie die Stelle mit dem Kurzschluss.

Nach dem Stromausfall in Flensburg haben die Verantwortlichen die Ursache gefunden. In der Nordstadt stießen Mitarbeiter der Stadtwerke auf ein verkohltes Starkstromkabel. Die 150.000 Volt-Leitung führt etwa einen Meter unterhalb eines Gehweges bis nach Dänemark. Laut eines Sprechers des Energieunternehmens ist offenbar Wasser in das Kabel eingedrungen. Dadurch gab es einen Kurzschluss.

Keine weiteren Probleme erwartet

In den kommenden Tagen soll der defekte Kabel-Abschnitt herausgeschnitten und ersetzt werden. Die Flensburger Stadtwerke erwarten durch die Arbeiten keine weiteren Probleme im Stromnetz. Zunächst hatte das Unternehmen einen Schaden an einer Überlandleitung in Dänemark vermutet. Dort hatten Techniker jedoch keinen Defekt feststellen können.

Etwa 62.000 Haushalte hatten am Mittwochmorgen für etwa drei Stunden keinen Strom, nachdem eine Höchstspannungsleitung nach Dänemark ausgefallen war. Mitarbeiter des dänischen Stromnetzbetreibers Energienet suchten die Überlandleitung auf dänischer Seite ab - ohne Schäden zu finden.

Stromausfall: Licht aus in Flensburg

Stadtwerke fahren Gasturbinenkraftwerk hoch

Die Stadtwerke in Flensburg mussten sich nach dem Stromausfall selbst mit Strom versorgen. Dazu wurde das Gasturbinenkraftwerk hochgefahren. Später schalteten sie noch eine Höchstspannungsleitung mit 60.000 Volt aus Dänemark hinzu. Neben Flensburg waren von dem Stromausfall auch Glücksburg, Harrislee, Husby, Langballig, Munkbrarup, Ringsberg und Wees (alle Kreis Schleswig-Flensburg) betroffen. Nach etwa drei Stunden stand das Netz in den ersten Stadtteilen wieder, wenig später im gesamten Versorgungsgebiet.

Flensburger Brauerei muss Bier entsorgen

Infolge des Stromausfalls war ein Fußgänger im Dunkeln von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. In den Flensburger Krankenhäusern sprangen die Notstromaggregate an. Auf den Straßen kam es zu langen Staus. Telefon- und Mobilfunknetze funktionierten teilweise nicht. Der einzige Betrieb in Flensburg, der nach Informationen von NDR Schleswig-Holstein offenbar größere Verdienstausfälle hatte, ist die Flensburger Brauerei. Nach Angaben einer Sprecherin stand die Produktion für einen halben Tag still. Mehrere hundert Liter Bier mussten entsorgt werden. Über die Höhe des Schadens verschaffe man sich derzeit einen Überblick.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.01.2019 | 10:30 Uhr

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