Drei Soldaten stehen auf dem Nato-Flugplatz in Hohn und schauen auf eine Transportermaschine. © dpa-Bildfunk Foto: Daniel Reinhardt

Nach Transall-Aus: Hohn wird Ausweichflugplatz

Stand: 31.03.2021 12:13 Uhr

Die künftige Nutzung des Bundeswehrflugplatzes Hohn ist geklärt: Nach Angaben der Luftwaffe wird eine Flugplatzstaffel dafür sorgen, dass Hohn als Ausweichflugplatz genutzt werden kann.

Die neu gegründete Flugplatzstaffel in Hohn (Kreis Rendsburg-Eckernförde) wird insgesamt 60 Dienstposten umfassen und soll dem Taktischen Luftwaffengeschwader 51 "Immelmann" in Jagel unterstellt werden. Der künftigen Betrieb Hohns als Ausweichflugplatz soll für rund 40 Stunden in der Woche sichergestellt werden - ab Januar 2022.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für Bundeswehrflugplatz

Johann Wadephul, CDU-Abgeordneter des Kreises, ist über die Entscheidung erleichtert. Damit würden sich viele künftige Nutzungsmöglichkeiten für den Bundeswehrflugplatz Hohn ergeben, so das Mitglied des Verteidigungsausschuss. "In naher Zukunft geht es um die Aufnahme von Flugverkehr aus Jagel, wo ja kräftig gebaut wird. Langfristig aber rechne ich fest damit, dass wieder Systeme direkt in Hohn stationiert werden." Wadephul setzt sich schon seit Jahren für einen Weiterbetrieb des Standortes ein.

Transall: Eine Ära geht zu Ende

In Hohn ist seit Jahrzehnten das Lufttransportgeschwader 63 stationiert. Mit dem Flugzeugtyp Transall wurden von dort aus weltweit Einsätze geflogen. Ende des Jahres wird das Geschwader allerdings nach mehr als 400.000 Flugstunden aufgelöst. "Mit der Außerdienststellung des Transportflugzeugs Transall und der Auflösung des Lufttransportgeschwaders 63 wird am 31. Dezember 2021 eine Ära für den Bundeswehrstandort Hohn zu Ende gehen. Doch gebraucht wird Hohn auch weiterhin", so Wadephul.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 31.03.2021 | 14:00 Uhr

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