Messer nach Gewaltverbrechen an der A7 gefunden

Stand: 22.11.2021 16:17 Uhr

Nach dem Fund einer toten Frau auf der A7 bei Schuby haben Ermittler das Tatmesser gefunden. Gegen einen 33 Jahre alten Mann wird wegen des Verdachts auf Totschlag ermittelt.

Weitere Einzelheiten zu dem gefundenen Messer nannte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag nicht. Zuvor hatten die "Schleswiger Nachrichten" berichtet. Die Polizei ermittelt gegen den Ehemann der getöteten 31 Jahre alten Frau. Sie war am Sonnabend überfahren auf der Autobahn bei Schleswig/Schuby (Kreis Schleswig-Flensburg) gefunden worden. Die Leiche wies mehrere Messerstiche in Hals und Nacken auf. Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, am Samstagmorgen gegen 6 Uhr auf der A7 auf dem Standstreifen angehalten und dann auf seine 31 Jahre alte Ehefrau mehrmals eingestochen zu haben. Das Motiv ist dabei noch völlig unklar. Der Tatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Er hatte sich noch am Tatort widerstandslos festnehmen lassen. Der Mann bestritt die Vorwürfe laut Staatsanwaltschaft bei seiner ersten Aussage noch. Vor dem Untersuchungsrichter machte er von seinem Schweigerecht Gebrauch.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die verletzte Frau anschließend von einem Lkw erfasst und überrollt wurde. Nach Einschätzung des hinzugezogenen Unfallsachverständigen bemerkte der Lkw-Fahrer das Erfassen der verletzten Frau möglicherweise nicht.

Blaues Warnlicht eines Polizeiautos © panthermedia Foto: Chalabala
AUDIO: Neue Details zu Tötungsdelikt auf A7 (1 Min)

Polizei sucht Zeugen

Mögliche Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Rufnummer (0461) 48 40 mit den Ermittlern der Mordkommission Flensburg in Verbindung zu setzen. Die Polizei sucht dabei nach Menschen, denen das Fahrzeug des Tatverdächtigen - ein silberner Suzuki Liana mit Berliner Kennzeichen - auf der Autobahn in Fahrtrichtung Süden von Flensburg bis kurz vor der Anschlussstelle Schleswig/Schuby aufgefallen sein könnte. Der Pkw war offenbar aus dem Bekanntenkreis geliehen. Außerdem fahndet die Polizei nach dem bisher unbekannten Lkw, der die verletzte Frau überrollt hat.

Lange Sperrung der Fahrbahn

Stundenlang war die A7 am Samstag in Richtung Süden zwischen Tarp und Schuby gesperrt. Laut Polizeisprecherin mussten erst Spuren gesucht, beziehungsweise gesichert werden. Um kurz vor 12 Uhr wurden dann zunächst die Autofahrer, die zum Teil stundenlang vor der Vollsperrung standen, an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Ab Tarp leitete die Polizei noch bis zum Nachmittag den Verkehr ab.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.11.2021 | 13:00 Uhr

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