Gute Auftragslage für kleine Peters Werft in Wewelsfleth

Stand: 04.03.2021 10:05 Uhr

Ruhig gelegen an der Stör im Kreis Steinburg liegt die Peters Werft in Wewelsfleth. Im Gegensatz zu ihren großen Konkurrenten, sind die Auftragsbücher der kleinen Werft voll.

Sie macht Luxus-Yachten wieder fit, poliert Polizeischiffe auf und restauriert Viermaster wie die "Peking" - die kleine Peters Werft in Wewelsfleth (Kreis Steinburg). Im Gegensatz zu vielen großen Werften hat die kleine Werft an der Stör auch während der Corona-Pandemie volle Auftragsbücher. Das liege laut Geschäftsführer Sebastian Dethlefs vor allem am breiten Kundenstamm: "Alles, was durch das Sperrwerk durchgeht und am Ende wieder rauskommt, versuchen wir hier zu aquirieren." Von Megayachten bis zur Bundesmarine sei alles mit dabei und ergebe einen guten Mix, so Dethlefs weiter.

Viermastbark "Peking": Von Wewelsfleth nach Hamburg

Aktuell wird die "Eschwege" der Bundespolizei im Dock wieder aufpoliert, damit sie ab Montag wieder auf Patrouille fahren kann. Auch die moderne 100-Millionen-Dollar-Yacht "Tattosh" ist derzeit in der Peters Werft und sorgt für Beschäftigung der 125 Mitarbeiter. Die gute Auftragslage hat die Werft auch der Viermastbark "Peking" zu verdanken. Drei Jahre lang wurde sie in Wewelsfleth aufwendig restauriert und schließlich als neues Wahrzeichen nach Hamburg gebracht.

150 Jahre Peters Werft

In diesem Jahr feiert die Werft ihr Jubiläum zum 150. Geburtstag. Ob kleine Elbfähre von nebenan, Luxusyacht oder Marineschiff - sie können hier alles aufarbeiten, sagt Sebastian Dethlefs. Und genau das ist das Rezept, mit dem er gemeinsam mit seinem Team die kleine Wewelsflether Werft auch weiter durch Pandemie und Werftenkrise steuern will.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 03.03.2021 | 19:30 Uhr

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