Stand: 31.08.2019 22:13 Uhr

Großeinsatz bei Humptrup: Polizei findet Leiche

Bild vergrößern
Der Großeinsatz in Nordfriesland stand in Zusammenhang mit der vermissten Nathalie M.

Die Polizei hat am Sonnabend an einem Feld zwischen Humptrup und Süderlügum (Kreis Nordfriesland) nahe der dänischen Grenze eine tote Person gefunden. Der Leichnam konnte bisher nicht identifiziert werden. Damit ist auch nicht klar, ob der Fund im Zusammenhang mit dem Fall der vermissten Nathalie M. aus Stadum steht. Am Vormittag war der Hund eines Spaziergängers auf den abgedeckten Leichnam aufmerksam geworden. Der Mann alarmierte die Polizei. Ermittler der Bezirkskriminalinspektion Flensburg und der Staatsanwaltschaft waren daraufhin mit Spurensicherung und Gerichtsmedizinern am Fundort der Leiche eingetroffen.

Nach Informationen des Schleswig-Holstein Magazins ragte nur ein Teil der Leiche aus dem Erdreich. Eine Obduktion am Institut für Rechtsmedizin in Kiel soll die Identität der Person und die Todesursache klären. Staatsanwaltschaft und Polizei Flensburg wollen bis Montag keine weiteren Informationen zu dem Fall veröffentlichen.

Dringender Tatverdacht gegen 46-Jährigen

Der Fundort der bislang nicht identifizierten Leiche liegt in der Nähe des Hofs des Tatverdächtigen im Fall der verschwundenen Nathalie M., der seit Donnerstag wegen des dringenden Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft sitzt. Zwei Tage lang hatte ein Großaufgebot der Polizei bereits Haus und Grundstück des 46-Jährigen in Humptrup durchkämmt. Als die Polizei am Sonnabend schließlich nach Süderlügum gerufen wurde, bestätigten die Beamten, dass der Großeinsatz im Zusammenhang mit dem Fall der vermissten Nathalie stehe. Die 23-Jährige wird seit Mitte August vermisst. Die Polizei geht von einer Gewalttat aus.

Sicher sind sich die Ermittler bereits, dass sich die 23-jährige Nathalie M. und der 46-Jährige aus Humptrup begegnet sind. Nichts deutet laut Polizei darauf hin, dass die vermisste Frau ihr Zuhause für längere Zeit verlassen wollte.

Polizei: Nathalie M. steckte in keiner Krisensituation

Das "Flensburger Tageblatt" hatte den Stiefvater der jungen Frau zitiert. Er soll der Polizei offenbar gleich nach dem Verschwinden Nathalies einen Chatverlauf übergeben haben. Worum es in dem Chat ging, ist nicht bekannt. Die junge Frau soll nach Informationen von NDR Schleswig-Holstein nicht in einer Krisensituation gesteckt haben.

Nathalie M. gilt seit dem 17. August als vermisst. Im Bereich Schafflund wurden die Krankenversicherungskarte und der Personalausweis der jungen Frau gefunden.

Weitere Informationen

Vermisste aus Stadum: Ermittler unter Druck

Im Fall der verschwundenen Nathalie M. aus Stadum wächst der Druck auf die Ermittler. Der Tatverdacht gegen einen 46-Jährigen ist dringend. Doch bislang gibt es offenbar nur Indizien. mehr

Vermisste aus Stadum wurde vermutlich getötet

23.08.2019 17:00 Uhr

Im Fall einer vermissten Frau aus Stadum hat die Polizei einen Hof in der Nähe der dänischen Grenze durchsucht. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Ein Tatverdächtiger sitzt in Haft. mehr

Dieses Thema im Programm:

Nachrichten für Schleswig-Holstein | 31.08.2019 | 16:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Schleswig-Holstein

02:38
Schleswig-Holstein Magazin
02:28
Schleswig-Holstein Magazin

Konflikt zwischen Fischern und Bauern

Schleswig-Holstein Magazin
03:04
Schleswig-Holstein Magazin