Stand: 30.11.2017 20:39 Uhr

Flensburger Werft schafft Job-Perspektiven

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Momentan wird in der FSG-Werfthalle ein Ro-Pax-Schiff gebaut.

Es gibt gute Nachrichten für die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft FSG. Die Werft hat den Auftrag für zwei weitere sogenannte RoRo-Schiffe erhalten. Das gab Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Donnerstagabend in Flensburg bekannt. Der Auftrag bedeutet nach Angaben der Werft eine lückenlose Bau-Auslastung bis Mitte 2019 - und eine gute Perspektive für Auszubildene und Angelernte. Sie will das Unternehmen nun mindestens für die kommenden 18 Monate fest übernehmen.

RoRo steht für Roll on Roll off

Auftraggeber ist der norwegische Mutterkonzern der FSG - die Siem Group. Sie hat zusätzlich zu vier bereits georderten Schiffen zwei weitere RoRo-Schiffe bestellt. RoRo steht für Roll on Roll off. Bei dieser Form des Gütertransports wird die Ladung auf das Schiff gefahren.

Acht Neubauten in den Auftagsbüchern

Auf dem FSG-Gelände entsteht derzeit eine Passagierfähre mit etwa 250 Kabinen für eine französische Reederei. Eine weitere Passagierfähre hat ein irisches Unternehmen bestellt. Damit stehen nach Angaben der Werft insgesamt acht Bauten in den Auftagsbüchern.

Werft-Chef: Gute Aussichten

Werft-Chef Rüdiger Fuchs sagte NDR 1 Welle Nord am Donnerstag, dass die Aussichten im Markt auch über 2019 hinaus positiv seien. Es gebe eine Nachfrage nach Schiffen aus Flensburg. Nach mehreren Jahren, in denen die Werft mangels Aufträgen Verluste verzeichnete, ist die FSG nach eigenen Angaben jedoch noch nicht aus der Sanierungsphase heraus. Das Land Schleswig-Holstein bürgt mit etwa 38 Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 30.11.2017 | 22:00 Uhr