Stand: 03.03.2020 14:30 Uhr

Fehmarnsund bekommt zur Brücke noch einen Tunnel

Der Verkehr von und nach Fehmarn nimmt zu - spätestens wenn die feste Fehmarnbeltquerung kommt. Deshalb muss der alte sogenannte "Kleiderbügel" zwischen der Insel Fehmarn und dem Festland Verstärkung bekommen. In Zukunft sollen Züge und Autos auch über einen Absenktunnel über den Fehmarnsund kommen. Das Bundesverkehrsministerium hat entsprechende NDR Informationen jetzt bestätigt. Der Parlamentarische Staatsekretär Enak Ferlemann (CDU) nannte als Grund für die Vorzugsvariante unter anderem die vergleichsweise niedrigen Kosten in Höhe von gut 700 Millionen Euro.

Wahrzeichen Schleswig-Holsteins bleibt erhalten

Man habe eine Variante gewählt, die auch umwelttechnisch funktioniere, so Ferlemann im Gespräch mit NDR Schleswig-Holstein. Die im Volksmund als "Kleiderbügel" bezeichnete alte Fehmarnsundbrücke soll erhalten bleiben - für Fußgänger, Radfahrer und langsamen Verkehr wie Trecker oder Mähdrescher. Der "Kleiderbügel" sei ja auch ein Wahrzeichen für das Land Schleswig-Holstein, sagte der Verkehrsstaatssekretär: "Ein Absenktunnel beschädigt nicht den Blick auf diese wunderschöne Brücke". Belastungstests hatten ergeben, dass die 1963 eröffnete Brücke dem zunehmenden Verkehr nach dem frühestens 2028 erwarteten Fehmarnbelttunnel nicht mehr gewachsen sein könnte.

Landrat Sager: gute Lösung

Der Landrat des Kreises Ostholstein, Reinhard Sager (CDU), begrüßt die Lösung: "Wir hätten hier mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Vor allen Dingen unter Lärmschutz-Gesichtspunkten für die Bevölkerung am Fehmarnsund und auch für den Tourismus eine gute Lösung." Und, so Sager weiter, mit dem Absenktunnel wären auch verkehrliche Probleme aufgrund von Sturmlagen, Schnee und Hagel, vorbei.

 

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Fehmarnsundbrücke © Christine Raczka/NDR Foto: Christine Raczka

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 03.03.2020 | 12:00 Uhr

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