Stand: 02.07.2020 14:36 Uhr

Datenschutz: Flirt-SMS und Werbung nach Bar-Besuch

Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Uhrzeit. Wer zu Corona-Zeiten in ein Restaurant, ein Café oder eine Bar geht, muss all das auf einem Zettel angeben. So sollen im Fall der Fälle Infektionsketten nachvollzogen werden. Allerdings gibt es Probleme mit dem Datenschutz.

Whatsapp-Nachrichten von fremden Männern

Auf dem Schreibtisch von Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Marit Hansen landen täglich Beschwerden dazu. Zahlreiche Menschen berichten ihr, dass sie wenige Tage nach einem Restaurantbesuch Werbung per E-Mail zugeschickt bekommen hätten. Die Werbung, von der Hansen berichtet wurde, kam direkt von den Restaurants. Sie befürchtet aber, dass die Adressen auch weiterverkauft werden könnten. Mehrere Frauen meldeten sich bei Hansen, weil sie nach Barbesuchen Whatsapp-Nachrichten von fremden Männern bekommen hätten. Offenbar stammten die Telefonnummern auch von den Adresszetteln.

Die Datenschutzzentrale geht jetzt jeder einzelnen Beschwerde nach. Hält sich ein Betrieb nicht an die Datenschutzregeln und ändert sein Vorgehen nicht, werden Geldstrafen verhängt. Diese können im vierstelligen Bereich liegen. Momentan gilt: Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt und dann vernichtet werden. Weitergegeben werden dürfen sie nicht. Außerdem dürfen die Betriebe nur Formulare nutzen, auf denen einzelne Gäste ihre Daten angeben. Adresslisten sind nicht erlaubt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 02.07.2020 | 12:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Flensburgs Jim Gottfridsson (r.) kommt gegen den Berliner Jacob Tandrup Holm zu spät © imago images/Beautiful Sports Foto: Mario M. Koberg

Flensburg patzt im Titelrennen - Kiel wieder auf Rang eins

Die SG kassierte gegen Berlin die erste Heimniederlage seit Dezember 2017, der THW gewann sein Heimspiel gegen Göppingen souverän. mehr

Videos