Ein Mann bekommt eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus in seinen linken Oberarm gespritzt. © picture alliance/dpa Foto: Timm Schamberger

Corona: SH startet mit dritter Impfung

Stand: 24.08.2021 14:39 Uhr

Das Land macht den Weg frei für die Dritt-Impfung. Unter anderem Menschen ab 80 Jahren und Immunschwache können ab sofort in die Impfzentren kommen und ihren Schutz auffrischen.

Die entsprechenden Risikogruppen können in den 28 Impfzentren des Landes eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff der Hersteller Biontech/Pfizer oder Moderna erhalten, wenn sie seit mehr als sechs Monaten als vollständig geimpft gelten. "Nach aktuellem Wissenstand befürworten Fachleute eine dritte Impfung, um einen nachlassenden Impfschutz aufzufrischen oder einen bestehenden noch zu verbessern. Das ist besonders für die vulnerablen Gruppen wichtig, zu der gerade auch ältere Menschen zählen", erläuterte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP).

Dritte Impfung auch für Vektor-Impfstoff-Geimpfte

Damit setzt das Land einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz um. Neben Menschen, die älter als 80 Jahre sind, gibt es die dritte Impfung auch für Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist oder die vollständig mit einem sogenannten Vektor-Impfstoff von AstraZeneca oder Johnson & Johnson geimpft wurden. Die letzte Impfung muss allerdings jeweils mehr als ein halbes Jahr zurück liegen.

Auffrischung soll bald ab 60 Jahren möglich sein

Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) sprach sich dafür aus, das Alter für die Auffrischungsimpfung zeitnah auf 60 Jahre abzusenken, da nach aktuellem Wissensstand Fachleute eine dritte Impfung befürworteten. Er geht davon aus, dass diese mittelfristig unabhängig von Alter oder der Gefährdung angeboten wird. Bisher gibt es für die Auffrischungsimpfung noch keine explizite Empfehlung der Ständigen Impfkommission.

Impfzentren schließen Ende September

Noch bis zum 26. September können sich die genannten Gruppen von Mittwoch bis Sonntag ab 13 Uhr ohne Termin in 27 der 28 Impfzentren nachimpfen lassen. Im Standort Plön ist dies nur bis zum 19. September möglich, da er früher geräumt sein muss. Garg verwies aber darauf, dass man in der Pandemie flexibel agieren müsse: "Daher bereiten wir uns darauf vor, auch weiterhin im Auftrag des Landes beispielsweise Unterstützung durch mobile Teams oder auch temporäre mobile Impfstellen einzurichten, wenn es die Situation erfordert."

Dritte Impfung auch in Alten- und Pflegeeinrichtungen

Ab September werden auch Auffrischungsimpfungen für besonders gefährdete Personen in Alten- und Pflegeeinrichtungen angeboten. Diese sollen aber mindestens sechs Monate Abstand zur ersten Impfserie haben. Die Impfungen sollen, anders als Anfang 2021, von den Hausärztinnen und Hausärzten durchgeführt werden, da genug Impfstoff zur Verfügung stehe.

Fragen und Antworten zur dritten Impfung

Wie kann eine Person die Berechtigung für eine Auffrischimpfung nachweisen?

Die sechs Monate nach einer abgeschlossenen Impfung sowie die Berechtigung aufgrund des Impfstoffes werden in der Regel anhand des Impfpasses nachgewiesen - die Berechtigung nach Alter anhand eines Ausweis-Dokuments. Die Berechtigung aufgrund einer Immunschwäche oder Immunsuprimierung sind eigenverantwortlich durch die Person glaubhaft zu machen.

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