Eine Frau trägt einen Mundschutz und öffnet ein Fenster. © picture alliance / Sven Simon Foto: FrankHoermann/SVEN SIMON

Corona-Regeln in SH: Das ist erlaubt, das ist verboten

Stand: 24.10.2020 00:01 Uhr

Um die Ausbreitung des Coronavirus in Schleswig-Holstein einzudämmen, gibt es zahlreiche Regeln von der Landesregierung und den Kreisen.

Im Folgenden geben wir in alphabetischer Reihenfolge einen Überblick, was nach neuestem Stand erlaubt und was verboten ist. In den Landesverordungen hat die Landesregierung alle Details geregelt.

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Allgemeine Regeln: Abstandsgebot, Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Hygienemaßnahmen

Um das neuartige Coronavirus einzudämmen, gelten folgende allgemeine Regeln.

Abstandsgebot

Menschen müssen untereinander 1,50 Meter Mindestabstand im privaten Raum und in der Öffentlichkeit halten, sofern dies möglich ist und keine Barriere die Virenübertragung verhindert. Sind physische Barrieren, wie Schutzscheiben, vorhanden, muss der Mindestabstand nicht notwendigerweise eingehalten werden. Ebenso gilt das Abstandsgebot nicht, wenn sich bis zu zehn Menschen zu einem privaten Zweck treffen, bei Angehörigen desselben Haushalts und bei Zusammenkünften mit den Angehörigen eines weiteren Haushalts.

Maskenpflicht

Es besteht Maskenpflicht: In Geschäften sowie in Bussen und Bahnen - meist aber auch in allen öffentlichen geschlossenen Räumen - müssen Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, so dass eine Ausbreitung von Tröpfchen durch Husten, Niesen oder Sprechen vermindert wird. Ab einem Inzidenzwert von mehr als 35 in einer Region gilt die Maskenpflicht überall, wo viele Menschen dicht beieinander sind - auch außerhalb geschlossener Räume. Wichtig: Trotz der Maskenpflicht gilt das Abstandsgebot, sofern es möglich ist.

Für das Tragen der Maske gilt:

  • Die Alltagsmaske muss sowohl Mund als auch Nase bedecken - dementsprechend ist es nicht erlaubt, die Maske unter der Nase zu tragen.
  • Eine Bedeckung mit Hand oder Arm reicht nicht aus.
  • Eine maskenähnliche, physische Barriere, wie ein Schal, ist erlaubt.
  • Ein Face Shield ist seit dem 24. Oktober grundsätzlich nicht mehr erlaubt, weil es laut RKI "nicht vergleichbar die Verbreitung von Aerosolen verhindert". Ausnahmen gelten für Lehrpersonal zum Beispiel an Schulen und Universitäten, damit die Mimik erkennbar bleibt.
  • Eine Maske mit Ausatemventil ist nicht erlaubt.
  • Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen.
  • Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung, die aufgrund dessen nicht in der Lage sind, eine Maske zu tragen, sind von der Maskenpflicht ausgenommen.
  • Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sprachbehinderungen dürfen eine Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen, soweit dies zum Zwecke der Kommunikation mit anderen erforderlich ist.

Weitere Informationen
In einem Supermarkt sind Verkäuferin und Kundin mit einer Mundschutzmaske bekleidet. © dpa-Bildfunk Foto: Tobias Hase

Corona: Masken jetzt auch in Schleswig-Holstein Pflicht

Seit April muss jeder, der einkaufen oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in SH fahren will, seine Nase und seinen Mund bedecken. So soll eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus verhindert werden. mehr

Kontaktbeschränkungen

Die Schleswig-Holsteiner sind angehalten, Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts nach Möglichkeit auf ein Minimum zu beschränken. Dabei kann der Leitsatz helfen: So viele Kontakte wie notwendig, aber so wenige wie möglich.

Mehr als zehn Personen verboten

Ansammlungen im öffentlichen Raum und Zusammenkünfte zu privaten Zwecken mit mehr als zehn Personen sind unzulässig, sofern es sich nicht um eine Veranstaltung handelt. Dies gilt nicht für im selben Haushalt lebende Personen und Personen, die einem weiteren gemeinsamen Haushalt angehören - letzteres heißt konkret: Es dürfen mehr als zehn Personen zu einem privaten Zweck zusammenkommen, solange alle lediglich in zwei Haushalten leben.

Hygienemaßnahmen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Hygienemaßnahmen definiert, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. Dazu gehört besonders...

  • ... sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen.
  • ... die Hust- und Nieshygiene zu pflegen.
  • ... sich nicht an Mund, Nase und Augen zu fassen.
  • ... die Alltagsmaske nur an den Tragebändchen zu berühren.
  • ... ausreichend zu lüften.

Darüber hinaus müssen Bürgerinnen und Bürger und beispielsweise Einrichtungen, Geschäfte, Institutionen oder Freizeiteinrichtungen vorrangig in Eigenverantwortung die allgemeinen Anforderungen an die Hygienemaßnahmen und Kontakteinschränkungen einhalten und die aktuellen Hygieneempfehlungen und Hinweise zur Viruseindämmung der zuständigen öffentlichen Stellen befolgen.

Hygienekonzepte für Einrichtungen mit Publikumsverkehr

Wer in Einrichtungen mit Publikumsverkehr geht, muss besondere Hygienekonzepte beachten - dazu zählen insbesondere Gaststätten, Einzelhandel, Dienstleister und Handwerksbetriebe, Kultureinrichtungen, Freizeiteinrichtungen, Bildungseinrichtungen, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Krankenhäuser, teilstationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Besucher müssen sich an das Mindestabstandsgebot, die Maskenpflicht und die Husten- und Niesetikette halten.

Für diese Einrichtungen gilt:

  • Die Besucherzahl muss an die räumlichen Kapazitäten so angepasst werden, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann.
  • In geschlossenen Räumen müssen Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände bereitstehen.
  • Sanitäranlagen und Oberflächen, die von Besuchern oft berührt werden, müssen häufig gereinigt werden.
  • Besucherströme und der Weg zu den Toiletten muss so gestaltet sein, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann.
  • Innenräume müssen regelmäßig gelüftet werden.
  • Ggf. müssen sich Kunden mit ihren Kontaktdaten registrieren - zum Beispiel in gastronomischen Einrichtungen. Bei falschen Angaben droht ein Bußgeld von 1.000 Euro.
  • Finden in Kultureinrichtungen Veranstaltungen statt, greift zusätzlich die Maßgabe für Veranstaltungen.

Gesundheitsamt darf Maßnahmen anpassen

Die Gesundheitsämter sind durch die Landesregierung befugt, dass sie in ihrem Zuständigkeitsbereich im Einzelfall weitere Maßnahmen ergreifen oder Ausnahmen erteilen können. Falls in einem Kreis oder in einer kreisfreien Stadt innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen 50 und mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern auftreten, müssen die zuständigen Behörden dies dem für Gesundheit zuständigen Ministerium frühzeitig melden. Daraufhin werden die erforderlichen Maßnahmen abgestimmt. Bei Auftreten von eingrenzbaren Erkrankungshäufungen in Einrichtungen können die Maßnahmen auf diese beschränkt werden.

Angeln

Angeln ist ohne Einschränkungen erlaubt, auch auf Fahrten auf Angelkuttern. Die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln müssen befolgt werden.

Arztpraxen

Wer zum Arzt geht, muss Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr beachten. Darüber hinaus sollten Patienten vorab anrufen und nach einem Termin fragen - vor allem, wer den Verdacht hat, an Covid-19 erkrankt zu sein.

Beerdigungen

Für Beerdigungen sind dieselben Regelungen gültig wie bei Veranstaltungen mit Gruppenaktivitäten ohne dauerhafte Sitzplätze.

Behörden

In eine Behörde darf man ohne Mund-Nasen-Bedeckung nicht eintreten - das gilt innerhalb der Behördengebäude und in Bereichen, die für den ständigen Publikumsverkehr bestimmt sind. Dazu gehören insbesondere Wartebereiche und Räumlichkeiten für Antragstellungen. Keine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht bei Besprechungen, sofern die Mindestabstände eingehalten werden. Gerichte sind von dieser Maßgabe ausgenommen und treffen im Rahmen ihres Hausrechts eigene Regelungen. Es gelten generell die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr.

Dienstleistungen (Friseur, Fußpflege, Tätowierungen)

Wer einen Dienstleistungsbetrieb besucht - beispielsweise einen Friseursalon, ein Fußpflege- oder Tattoostudio - muss die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Personenverkehr befolgen. Darüber hinaus gibt es weitere Maßnahmen:

  • Laut Verordnung ist die Mund-Nasen-Maske für Kunden und Beschäftigte nicht ausreichend, um längere Tätigkeiten am Körper des Kunden zu erlauben. Es ist ein weiterreichendes Hygienekonzept erforderlich, das beispielsweise auch Trennscheiben beinhalten kann.
  • Tätigkeiten am Gesicht der Kunden dürfen ausgeführt werden, sofern besondere Schutzmaßnahmen die Übertragung des Coronavirus ausschließen.
  • Die besonderen Schutzmaßnahmen sind bei denjenigen Kunden nicht erforderlich, bei denen die Tätigkeiten sonst aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung nicht ausgeübt werden kann.

Wer sich ein Tattoo stechen lassen will, kann das unter Einhaltung der Hygienevorschriften ebenfalls tun. Auch Fahrschulunterricht samt Praxisstunden kann wahrgenommen werden.

Diskotheken und Clubs

Wer Lust auf Tanzen hat, muss sich weiter gedulden: Diskotheken und ähnliche Einrichtungen bleiben wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos geschlossen. Doch eine kleine Möglichkeit auf den Lieblings-Tanzclub gibt es: Legt eine Disko ein Konzept über einen Alternativbetrieb mit Konzession vor, beispielsweise als Bar, kann das Gesundheitsamt eine Ausnahme genehmigen. Dann gelten die Bestimmungen für die Gastronomie. In der Regel darf aber nicht getanzt werden.

Einzelhandel

Für Kunden und Beschäftigte gilt die Maskenpflicht und das Abstandsgebot. Ausgenommen bleiben Beschäftigte, wenn die Übertragung von Viren durch "ähnlich geeignete physische Barrieren" verringert wird. Bedeutet: Das Kassenpersonal zum Beispiel im Supermarkt muss keine Maske tragen, wenn etwa große Acrylglasscheiben angebracht sind.

Darüber hinaus sind die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr einzuhalten. Dies wird in der Regel von Kontrollkräften im Laden überprüft. Wer die Regeln missachtet, muss damit rechnen, das Geschäft verlassen zu müssen.

Weiterhin ist für Kunden zu beachten:

  • Kunden müssen auch in allen überdachten Bereichen von Einkaufszentren eine Mund-Nasen-Maske tragen.
  • Wenn die maximale Anzahl der Kunden, die sich im Geschäft aufhalten dürfen, erreicht ist, muss man mit Wartezeit vor der Tür rechnen.
  • Wer vor der Tür wartet oder sich im Laden aufhält, muss den Mindestabstand von 1,50 Metern wahren.
  • Die meisten Geschäfte haben Hygiene-Vorkehrungen umgesetzt - das heißt, Kunden können eventuell mit einfachen Leitsystemen rechnen, zum Beispiel dass nur eine Tür des Ladens als Eingang und eine andere als Ausgang genutzt wird.

Es gibt Ausnahmen: Die Regeln zur begrenzten Personenzahl und zur Anzahl der notwendigen Kontrollkräfte gelten nicht für Geschäfte für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, Lebensmittelausgabestellen (Tafeln).

Fahrschulen

Fahrschüler können ihren Führerschein machen, müssen aber während der Übungsstunden und des Unterrichts die Hygieneregeln befolgen.

Familie und Freunde

Schleswig-Holsteiner dürfen zu privaten Zwecken zusammenkommen - allerdings dürfen sich nicht mehr als zehn Personen treffen. Eine Ausnahme gibt es, wenn alle, die sich treffen, in insgesamt nur zwei Haushalten leben; dann gibt es keine Begrenzung. Treffen sich zum Beispiel zwei Familien mit ihren Kindern, ist die Anzahl der Menschen egal, solange jede Familie für sich unter einem Dach lebt.

Bei den privaten Treffen muss nicht zwingend ein Abstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Die Gruppe muss nicht von vornherein feststehen, es können auch später - bewusst und im Einvernehmen mit den bisherigen Mitgliedern der Gruppe - neue Personen dazu stoßen, sofern die maximale Personenzahl nicht überschritten wird. Größere private Treffen (wie Feste und Feiern) gelten in der Verordnung als private Veranstaltung.

Freizeit: Spaß- und Schwimmbäder, Freizeitparks und andere

Spaß- und Schwimmbäder

Schwimm- und Spaßbäder sind in der Regel geöffnet, oftmals mit einer eingeschränkten Nutzungszeit. Einige Schwimmbäder haben eine verpflichtende Online-Reservierung eingeführt, bei denen Kunden vorab eine bestimmte Besuchszeit buchen müssen. Andere haben auf ihrer Webseite eine Auslastungsanzeige eingerichtet, damit Besucher sehen können, wie viel im Bad im Moment los ist. Weiterhin gilt:

  • Grundsätzlich müssen Kunden die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr befolgen.
  • Besucher müssen sich spätestens am Eingang registrieren.
  • Generell müssen alle, die sich durch die Räumlichkeiten bewegen, eine Maske tragen.
  • Wer sitzt, kann bei genügend Abstand von mindestens 1,5 Metern zum nächsten Gast die Maske ablegen.
  • Im Schwimmbecken muss das Abstandsgebot gewahrt werden.
  • Duschräume und Umkleiden sind in der Regel nutzbar, mit Maske und bei Einhaltung des Abstandsgebots.
  • Oft gibt es aus Kapazitätsgründen für Kunden eine begrenzte Duschzeit - zum Beispiel fünf Minuten pro Besucher.
  • Für Saunen, Whirlpools, Dampfbäder und Massagen gelten die Regeln des Bades, die man auf der jeweiligen Webseite findet.
  • In manchen Bädern sind Haartrockner nicht erlaubt, um unnötige Luftaufwirbelungen zu vermeiden.

Da es für Bäder individuelle Obergrenzen gibt, die im jeweiligen Hygienekonzept erfasst sind, ist es ratsam, vor dem Schwimmbadbesuch einen Blick auf die Webseite der Einrichtung zu werfen und die Auslastung zu prüfen.

Freizeit- und Tierparks

Freizeitparks dürfen öffnen - in Fahrgeschäften, wie Karussells oder Achterbahnen, müssen Besucher eine Masken tragen. Tierparks und Zoos dürfen ebenso öffnen. Darüber hinaus müssen Gäste die allgemeinen Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr beachten. Alle Details gibt es auf der Webseite der jeweiligen Einrichtung.

Friseure

Friseure dürfen besucht werden. Voraussetzung ist, dass die Kunden die Maskenpflicht achten - darüber hinaus müssen sie bei Tätigkeiten im Gesicht ggf. mit weitere Schutzmaßnahmen rechnen, wie zum Beispiel Trennscheiben zwischen sich und den Dienstleistern. Im Allgemeinen gelten die Richtlinien für Dienstleister.

Gastronomie

Gastronomiebetriebe brauchen ein Hygienekonzept. Die allgemeinen Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr müssen befolgt werden. Diskotheken und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen. Es gilt:

  • Mehr als 50 Gäste gleichzeitig dürfen sich nicht in den Räumlichkeiten aufhalten - es sei denn, ein entsprechendes Hygienekonzept liegt vor und wurde von der Gesundheitsbehörde genehmigt.
  • Die Kontaktdaten von Gästen werden erfasst. Wer seine Daten nicht nennen möchte, darf sich in der Einrichtung nicht aufhalten - dies gilt allerdings nicht für die Abholung von Waren, wie etwa Speisen. Wer seine Daten falsch angibt, handelt ordnungswidrig und muss mit einem Bußgeld von 1.000 Euro rechnen.
  • Ein Mindestabstand zwischen Gruppen an verschiedenen Tischen muss gewahrt werden: jeweils 1,5 Meter zwischen den besetzten Stühlen von einem Tisch zu den Stühlen des anderes Tischs.
  • Sind physische Barrieren vorhanden (wie entsprechend große Trennscheiben zwischen Tischen), ist das Abstandsgebot nicht zwingend.
  • Bis zu zehn Personen, die sich als Gruppe treffen, dürfen an einem Tisch sitzen. Bei Personen aus zwei Haushalten gibt es keine Einschränkungen.
  • Buffets zur Selbstbedienung sind erlaubt.
  • Die Bedienung der Gäste erfolgt in der Regel am Tisch.
  • Ausgabe von Alkoholika an offensichtlich Betrunkene ist untersagt.
  • Servicepersonal und Gäste sind verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Nur an festen Steh- und Sitzplätzen dürfen die Gäste ihre Masken abnehmen.
  • Ab einem Inzidenzwert von 35 müssen Restaurants, Bars und Kneipen von 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages geschlossen werden.

Die Landesregierung hat zur Öffnung der Betriebe einen begleitenden Leitfaden für die notwendigen Schutz- und Hygienekonzepte herausgegeben.

Gottesdienste und andere Glaubensveranstaltungen

Gottesdienste sind erlaubt. Es gelten die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Es muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Außerdem muss die Möglichkeit zum Waschen oder Desinfizieren der Hände vorhanden sein. Die Kontaktdaten der Besucher müssen erfasst werden. Darüber hinaus darf in der Regel weder getanzt noch gesungen werden.

Hochzeiten

Für Hochzeiten sind dieselben Regelungen gültig wie bei Veranstaltungen mit Gruppenaktivitäten ohne dauerhafte Sitzplätze.

Inzidenzwert (Überschreitung)

Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Folgende zusätzliche Maßnahmen werden ergriffen, wenn der Grenzwert die Schwellen 35 und 50 überschreitet:

Bei mehr als 35 Neuinfektionen gilt:

  • Es muss überall ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wo viele Menschen dicht beieinander sind. Das gilt beispielsweise für Märkte, belebte Plätze und Einkaufsstraßen.
  • Restaurants, Bars und Kneipen müssen von 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages geschlossen werden.
  • Maximal 500 Besucher dürfen an Veranstaltungen außerhalb von geschlossenen Räumen teilnehmen. Innen sind es bis zu 250.
  • Private Feiern im öffentlichen Raum dürfen 25 Gäste haben, im Privaten Raum bis zu 15.

  • Bei mehr als 50 Neuinfektionen
  • gilt zusätzlich:

    • Verbot des Außerhausverkaufs von Alkohol ab 23.00 bis 06.00 Uhr des Folgetages.
    • Veranstaltungen außerhalb und innerhalb geschlossener Räume müssen auf maximal 100 Personen begrenzt werden.
    • Zu privaten Feiern dürfen generell nur maximal 10 Teilnehmer kommen.

    Sollten die Infektionszahlen auch nach zehn Tagen weiter steigen, darf man sich im öffentlichen Raum mit nicht mehr als fünf weiteren Personen aufhalten.

    Kitas und Horte

    Die Kitas arbeiten im Regelbetrieb. Eine Vorgabe des Landes zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für die Mitarbeitenden sowie die in Elementar- und Krippengruppen betreuten Kinder besteht nicht. Im Hort müssen Kinder einen Mund-Nase-Schutz tragen.

    Hat das Kind einen einfachen Schnupfen ohne weitere Krankheitsanzeichen, muss es laut Landesregierung nicht zu Hause bleiben, sofern die Eltern nach dem Befinden des Kindes und verantwortungsvoll in dessen Interesse entscheiden. Kinder mit Krankheitsanzeichen, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuten, sollen ihre Kita oder den Hort nicht besuchen. Dazu zählen:

    Fieber ab 38°C (bitte gut und ausreichend messen)
    und/oder Muskel- und Gliederschmerzen
    und/oder trockener Husten oder Halsschmerzen
    und/oder der Verlust des Geruchs- bzw. Geschmackssinns (nicht in Kombination mit Schnupfen)

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    Kinder und Eltern gemeinsam in der Elterninitiative Rockzipfel in Kiel. © NDR Foto: Anina Laura Pommerenke

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    Kontaktdatenerfassung

    Um mögliche Kontaktketten nachvollziehen zu können, müssen Besucher und Gäste in bestimmten Fällen Kontaktdaten hinterlassen - in der Regel an Orten, an denen man sich länger aufhält, wie zum Beispiel bei einem Restaurantbesuch. Es werden abgefragt:

    Datum und Uhrzeit des Besuchs
    Vor- und Nachname
    Anschrift
    soweit vorhanden: Telefonnummer oder E-Mail-Adresse

    Die Daten werden für einen Zeitraum von vier Wochen unter Wahrung des Datenschutzes aufbewahrt und danach vernichtet. Es ist verboten, die eigenen Kontaktdaten falsch anzugeben - dies kann mit künftig bis zu 1.000 Euro Bußgeld teuer werden.

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    Ministerpräsident Daniel Günther steht an einem Pult und hält beide Hände vor die Brust, während er ein Statement abgibt. © NDR

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    Krankenhäuser

    Die Versorgung von Patienten in Krankenhäusern ist sichergestellt. Über die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr hinaus gilt:

    Besucher dürfen Patienten im Krankenhaus besuchen.
    Wer ein Krankenhaus betritt, muss eine Gesichtsmaske tragen.
    Die Kontaktdaten aller Besucher müssen erhoben werden.
    Die Krankenhäuser können jederzeit Betretungsbeschränkungen und weitere Maßnahmen zum Zwecke des Infektionsschutzes erlassen.

    Die Krankenhäuser, die gleichzeitig im Covid-19-Intensivregister Schleswig-Holstein registriert sind, nehmen im Rahmen der allgemeinen und der Notfall-Versorgung jederzeit einzelne Covid-19-Patienten auf und versorgen sie. Steigen die Infektionszahlen an, müssen sie 25 Prozent ihrer jeweiligen Intensivkapazitäten für die Versorgung von Covid-19-Patienten freihalten. Davon müssen 15 Prozent durchgehend freigehalten und weitere zehn Prozent innerhalb von 24 Stunden für die Versorgung von Covid-19-Patienten verfügbar gehalten werden.

    Kultur: Theater, Konzerte, Kino, Museum

    Bei kulturellen Veranstaltungen sind angepasste Schutzvorkehrungen Pflicht - unter anderem das Abstandsgebot. Das gilt bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum mit festen Sitzplätzen. Bei beispielsweise Konzerten, Vorträgen, Lesungen, in Theatern, Kinos und Autokinos dürfen gleichzeitig maximal 1.500 Personen außerhalb geschlossener Räume und 750 Personen innerhalb geschlossener Räume anwesend sein. Dabei dürfen nicht mehr als die Hälfte der vorhandenen Sitzplätze besetzt sein. Einzelpersonen oder Gruppen müssen mit ausreichend Abstand oder einer physischen Barriere voneinander getrennt sein. Es gilt die Maskenpflicht und die Gäste müssen außerdem ihre Kontaktdaten hinterlassen.

    Musikproben, auch von Amateuren, dürfen in geschlossenen Räumen ohne Publikum und mit Abstandsregeln stattfinden. Für professionelle Tanzvorführungen oder Konzerte gelten folgende Abstandsregeln: Zwischen den Akteuren müssen jeweils 2,5 Meter Abstand eingehalten werden, zum Publikum gilt ein Mindestabstand von vier Metern.

    Freilichtmuseen, Erinnerungsorte und museale Angebote unter freiem Himmel können besucht werden - auch hier gelten Auflagen. Das gilt auch für Botanische Gärten- und Pflanzenparks.

    Lüften

    Die Landesregierung folgt einer Empfehlung der Bundesregierung, dem Lüften eine größere Bedeutung zuzuweisen, da Aerosole maßgeblich dazu beitragen, dass sich Viren verbreiten. Aerosole sind kleine Tröpfchen, die Menschen ausatmen oder aushusten. Wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass regelmäßiges Lüften das Infektionsrisiko in Räumen senkt.

    Es gilt als erwiesen, dass ...

    ... konsequentes, intensives und regelmäßiges Lüften wirksam ist, um die Ausbreitung des Virus zu hemmen.
    ... das Lüften nur in Kombination mit der AHA-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) hilft.
    ... je weniger Menschen sich in einem Raum zusammen aufhalten, desto geringer ist die Ansteckungsgefahr. Hier empfiehlt das Umweltbundesamt, Räume mit nur so vielen Menschen zu belegen, dass alle das Abstandsgebot von 1,5 Metern jederzeit einhalten können.

    Als Grundformel gilt: Ein Besprechungsraum soll grundsätzlich alle 20 Minuten für drei Minuten im Winter, fünf Minuten im Frühling/Herbst und zehn Minuten im Sommer stoßgelüftet werden. Zusätzlich wird empfohlen, nach einem Niesen oder Husten ebenfalls zu lüften. Wird in geschlossenen Räumen das Abstandsgebot aus räumlichen Gründen unterschritten, empfiehlt das Umweltbundesamt eindringlich, weitere Schutzmaßnahmen, wie Maske oder Trennwände, zu nutzen.

    Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

    In Bussen und Bahnen gilt die Maskenpflicht - auch in Taxen und Schulbussen. Sofern das Abstandsgebot eingehalten werden kann, sollte der Mindestabstand zu anderen Personen gewahrt werden - er ist aber wegen der räumlichen Gegebenheiten nicht zwingend. Die Maßgaben gelten auch für Passagiere in Fernzügen, Fernbussen oder Fähren, sofern sie nicht in privaten Abteilen alleine oder mit der eigenen bekannten Reisegruppe sitzen.

    Pflegeheime

    Angehörige dürfen in einem Pflegeheim besucht werden. Tagespflege-Einrichtungen dürfen mit einem Hygienekonzept öffnen. Generell gelten die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Für Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe gilt:

    Die Besucher die Einrichtung betreten können, regelt ein individuelles Hygienekonzept der Einrichtung.
    Die Besuche müssen dokumentiert werden.
    Es müssen gegebenenfalls weitere Maßnahmen für den Infektionsschutz befolgt werden.
    Es gilt ein Betretungsverbot für Besucher mit akuten Atemwegserkrankungen.

    Prostitution

    Das Prosititutionsgewerbe ist unter strengen Auflagen zugelassen:

    Betreiberinnen und Betreiber oder, falls solche nicht vorhanden sind, Prostituierte müssen ein Hygienekonzept erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der angebotenen Dienstleistung berücksichtigt.
    Sexuelle Dienstleistungen dürfen nur mit vorheriger Anmeldung erbracht werden.
    Die Kontaktdaten müssen aufgenommen werden.
    Prostituierte und Kunden haben während der Erbringung der Dienstleistung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
    Sexuelle Dienstleistungen dürfen nur von jeweils einer oder einem Prostituierten für jeweils eine Person erbracht werden, weitere Personen dürfen sich währenddessen nicht im selben Raum befinden.
    Erkennbar berauschten Personen sowie Personen mit akuten Atemwegserkrankungen oder mit anderen Covid-19-typischen Symptomen ist der Aufenthalt in Prostitutionsstätten, die Erbringung und die Entgegennahme sexueller Dienstleistungen untersagt.
    In Prostitutionsstätten darf kein Alkohol ausgeschenkt oder verzehrt werden.
    Die Erbringung sexueller Dienstleistungen in Fahrzeugen und außerhalb geschlossener Räume ist nicht erlaubt.

    Reisen

    Reisen durch Schleswig-Holstein sind erlaubt. Das gilt grundsätzlich auch für Tagestouristen. Die Kreise und kreisfreien Städte können aber den Zugang zu einzelnen Orten oder zu ganzen Inseln einschränken.

    In Bussen, Zügen und Flugzeugen gilt:

    Die Verkehrsmittel dürfen mit der maximalen Auslastung fahren. 
    Es gibt kein Abstandsgebot.
    Es herrscht Maskenpflicht.

    Zusätzlich gilt für Reisebusse:

    Die Kontaktdaten müssen hinterlegt werden.
    Reisende dürfen auch ohne Maske unterwegs sein, wenn man auf einem Sitzplatz sitzt und mindestens 1,50 Meter vom nächsten Fahrgast entfernt ist.
    Wer durch den Bus läuft, muss die Maske aufziehen.
    Wenn der Mindestabstand zu anderen Reisenden nicht eingehalten werden kann, muss die Maske aufgesetzt werden.
    Das gilt nicht für Reisebusse, die Schleswig-Holstein nur durchqueren und bei denen die Kundinnen und Kunden den Bus nicht verlassen.

    Einreisen nach Schleswig-Holstein

    Besondere Maßnahmen gelten für Reiserückkehrer und Touristen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gegeben hat. Maßgeblich sind die Einstufungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Welche ausländische Regionen aktuell in Schleswig-Holstein als Hotspots gelten, kann auf einer Internetseite des RKI eingesehen werden. Welche deutschen Regionen derzeit als Hochinzidenzgebiet gelten, kann auf der Seite des Landes Schleswig-Holstein nachgelesen werden.

    Für Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet im Ausland gilt:

    • Reiserückkehrer sind verpflichtet, sich unverzüglich für 14 Tage in Quarantäne zu begeben.
    • Sie müssen sich unmittelbar beim Gesundheitsamt melden. Sie sind verpflichtet, sich auf SARS-CoV-2 kostenlos testen zu lassen, wenn das Gesundheitsamt dies bei Einreise verpflichtend anordnet.
    • Durch den Nachweis von zwei negativen Testergebnissen kann die Quarantäne auf fünf Tage verkürzt werden - diese Tests sind kostenlos.

    Von den Maßnahmen ausgenommen sind Personen, die sich weniger als 48 Stunden in einem Gebiet aufgehalten haben, das zum Zeitpunkt der Einreise als Risikogebiet eingestuft ist. Die Ausnahme gilt nicht, wenn Symptome vorliegen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert-Koch-Instituts hinweisen.

    Für Einreisende aus einem deutschen Hochinzidenzgebiet gilt:

    • Touristen müssen beim Check-In in gewerblichen Unterkünften (Hotels, Ferienwohnungen, etc.) einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.
    • Der Test ist kostenpflichtig.
    • Beherbergungen aufgrund von Familienbesuchen und Pendelverkehren zu beruflichen Zwecken sind von dieser Regelung ausgenommen.
    • Auch für Reiserückkehrer aus deutschen Hotspots gilt diese Regel nicht.

    Schulen

    Grundsätzlich gelten in Schulen Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Die Landesregierung in Schleswig-Holstein folgt der Empfehlung des Bundes, dem Lüften eine größeren Bedeutung zu schenken: Demnach sollen die Schulen alle 20 Minuten und nach jeder Schulstunde stoßlüften.

    Außerdem gilt: alle Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe müssen nach den Herbstferien zeitlich begrenzt eine Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht tragen. Wie die Regelungen während des restlichen Schuljahres ist, ist im Folgenden aufgeführt.

    Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist für folgende Situationen Pflicht

    Auf dem Gelände der Schulen - neben Schülern und Lehrern auch für sonstige an der Schule tätige Personen, Eltern und Handwerker
    bei schulischen Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes, sofern sie nicht Sport ausüben oder einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Personen außerhalb der eigenen Kohorte einhalten können
    auf Schulwegen zwischen Bus- und Bahnhaltestellen und der Schule, es sei denn, es wird ein Mindestabstand zu Schülern aus anderen Kohorten eingehalten
    auch Schüler vor Vollendung des sechsten Lebensjahres müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen

    Eine Maskenpflicht gilt nicht ...

    .. innerhalb des Unterrichtsraumes, sofern keine andere Person außerhalb der Kohorte oder Mitarbeiter der Schule anwesend sind.
    ..., wenn Schüler im zugewiesenen Bereich ihrer Kohorte des Schulhofes oder der Mensa sind, sofern ein Mindestabstand zu anderen Personen außerhalb der Kohorte eingehalten wird.
    ... im Sportunterricht.
    ... für an Schulen tätige Personen, die ihren Tätigkeitsbereich erreicht haben und einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen sichergestellt haben.

    Die Verordnung gilt für alle allgemeinbildenden Schulen, berufsbildenden Schulen, Förderzentren, Ergänzungs- und Ersatzschulen sowie die Schulen der dänischen Minderheit. Außerdem sind es Vorgaben für außerschulische Bildungsangebote und Angebote der offenen Ganztagsschulen und Horte.

    Spielplätze

    Spielplätze dürfen genutzt werden. Der Betreiber muss ein Hygienekonzept vorlegen - zum Beispiel, dass die Spielgeräte regelmäßig gereinigt werden müssen. Das Sozialministerium hat eine Handlungsempfehlungen zur Umsetzung in den Kommunen veröffentlicht. Sie besagt unter anderem, dass die Zahl der Personen und die Zeit der Nutzung beschränkt werden kann.

    Sport

    Es gilt:

    Das Abstandsgebot muss eingehalten werden.
    Das Kontaktverbot gilt nicht.
    Bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten sind entsprechende Hygienemaßnahmen einzuhalten.
    Sammelumkleiden und -duschen dürfen bei Vorliegen eines Hygienekonzeptes genutzt werden.
    Für Berufssportler gelten individuelle Regelungen - mit einem genehmigten Hygienekonzept und unter Bedingung, dass keiner ohne Genehmigung die Sportstätte nutzt

    Einzel- und Mannschaftssportarten

    Einzelsportler dürfen trainieren - und auch Mannschaftssportler dürfen in voller Mannschaftsstärke auf den Trainingsplatz, auch mit Kontakt. Die Veranstalter müssen jedoch Hygienevorkehrungen treffen.

    Mannschaftssport ist auch für Amateure wieder erlaubt - und das in voller Kaderstärke, mit Kontakt sowohl im Freien als auch in Hallen. Das Abstandsgebot gilt dementsprechend nicht, wenn sich ein Team auf Wettkämpfe oder Sportprüfungen vorbereitet oder daran teilnimmt. Nehmen mehr als zehn Personen am Training oder Spiel teil, hat der Veranstalter laut Verordnung "ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt". Außerdem muss der Veranstalter die Kontaktdaten der teilnehmenden Sportler erheben, um eventuelle Infektionsketten nachvollziehen zu können. Vor oder nach dem Sport gilt das Abstandsgebot weiterhin. Stichwort: "Dritte Halbzeit".

    Fitnesstudios

    Fitnessstudios dürfen mit einem Hygienekonzept und unter Wahrung der Bedingungen für Einrichtungen mit Publikumsverkehr öffnen. Sportler müssen bei der gemeinsamen Nutzung von Geräten entsprechende Hygienemaßnahmen einhalten - die Fitnessstudios unterrichten in der Regel jeden Gast über die Nutzungsregeln. Während der Ausübung soll in der Regel der Mindestabstand von zwei Metern gewährleistet sein.

    Schwimmen

    Für Schwimm- und Freibäder ist insbesondere darauf zu achten, dass das Abstandsgebot in den Schwimmbecken eingehalten werden kann. Dies kann unter anderem durch Beschränkung der Personenanzahl je Becken in Abhängigkeit von der jeweiligen Beckengröße erreicht werden. Das zuständige Gesundheitsamt muss das Hygienekonzept der Einrichtung genehmigen.

    Wettkämpfe

    Testspiele und Wettkämpfe dürfen stattfinden. Der Veranstalter muss ein Hygienekonzept erstellen, die Bedingungen für Einrichtungen mit Publikumsverkehr müssen eingehalten werden.

    Zuschauer

    Zuschauer sind zugelassen unter Achtung der Regeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Das Gesundheitsamt muss ein entsprechendes Hygienekonzept genehmigt haben. Darüber hinaus gilt:

    Die maximale Zuschauerzahl bei Veranstaltungen im Freien hängt davon ab, ob die Zuschauer feste Sitzplätze haben (bis zu 500 Personen) oder nicht (bis zu 150 Personen).
    Bei Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 250 Zuschauern gelten die Maßgaben für Veranstaltungen mit dauerhaften Sitzplätzen.
    Der Veranstalter muss die Kontaktdaten erheben.

    Für Eltern gilt eine Ausnahme: Sie dürfen ihre Kinder zum Sportverein begleiten. Pro minderjährigem Kind ist dann eine Aufsichtsperson am Spielfeldrand zugelassen.

    Therapieeinrichtungen

    Therapieeinrichtungen, wie Physiotherapiepraxen, dürfen Patienten empfangen und unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes arbeiten. Darüber hinaus gelten die Regeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr.

    Unterkünfte: Hotels und Herbergen

    Hotels dürfen mit einem Hygienekonzept öffnen. Das gilt auch für andere Beherbungsbetriebe wie Pensionen, Ferienhäuser, Wohnmobilstellplätze, Campingplätze, Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendbildungseinrichtungen, Jugendherbergen, Schullandheime und vergleichbare Einrichtungen.

    Veranstaltungen

    Nach der geltenden Definition des Oberlandesgerichts in Düsseldorf ist eine Veranstaltung ein zeitlich begrenztes und geplantes Ereignis, an dem eine Gruppe von Menschen teilnimmt. Es muss die Zielsetzung oder Absicht vorliegen, einem Programm mit thematischer, inhaltlicher Bindung (z.B. Lesungen) oder zu einem bestimmten Zweck (z.B. Hochzeitsfeier) zu folgen. Der Veranstalter trägt die Verantwortung. Zusammenkünfte von zwei Personen stellen keine Veranstaltung dar.

    Veranstaltungen ohne dauerhafte Sitzplätze

    Veranstaltungen, deren Teilnehmer nicht wechseln und ihre Sitzplätze nicht dauerhaft besetzen - wie Familienfeiern, Geburtstagsfeiern, Empfänge, Führungen oder Exkursionen - sind wieder erlaubt. Die Landesregierung hat eine Checkliste für alle die veröffentlicht, die eine private Veranstaltung oder Feier planen. Hauptsächlich gilt:

    Es dürfen bis zu 150 Personen im Freien und 50 Personen in geschlossenen Räumen zusammenkommen - das gilt auch für Veranstaltungen im privaten Wohnraum.
    Der Gastgeber muss eine Einladung aussprechen.
    Die Kontaktdaten müssen erfasst werden.
    Es sollte der Mindestabstand gewahrt werden.
    Bei Familienfeiern darf ausnahmsweise getanzt werden, wenn zwischen den Tanzpaaren und einzelnen Tänzern ein Abstand von zwei Metern eingehalten wird.

    Erreichen die gemeldeten Infektionen bestimmte Warnschwellen, gelten weitere Einschränkungen:

    Hat eine Region 35 gemeldete Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage, sind bei Privatfeiern nur noch 15 Menschen erlaubt, im öffentlichen Raum 25. Hat eine Region 50 gemeldete Infektionen pro 100.000 Einwohner, können privat nur maximal 10 Menschen zusammen feiern. Im öffentlichen Raum sind dann nur noch 25 Personen erlaubt.

    Veranstaltungen mit dauerhaften Sitzplätzen

    Für Veranstaltungen im öffentlichen Raum, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feste Sitzplätze haben, die sie höchstens kurzzeitig verlassen - wie Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater, Kinos und Autokinos - gilt:

    Das Abstandsgebot und die Maskenpflicht sind zu wahren.
    Sie dürfen eine gleichzeitige Teilnehmerzahl von 1.500 Personen außerhalb geschlossener Räume und 750 Personen innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten.
    Auf Antrag kann die zuständige Behörde bei Veranstaltungen außerhalb geschlossener Räume auch fest zugewiesene Stehplätze zulassen.
    Der Veranstalter muss die Kontaktdaten erheben.
    Bilden Menschen eine Gruppe, die das Kontaktgebot achten (maximal zehn Personen oder nur Personen aus zwei Haushalten), sind Abstandsgebot und Maskenpflicht beim Zusammensitzen nicht zwingend.

    Erreichen die gemeldeten Infektionen bestimmte Warnschwellen, gelten weitere Einschränkungen:

    Hat eine Region 35 gemeldete Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage, sind maximal 500 Besucher bei öffentlichen Veranstaltungen außerhalb von geschlossenen Räumen erlaubt. Innen sind bis zu 250 Personen erlaubt. Hat eine Region 50 gemeldete Infektionen pro 100.000 Einwohner, dürfen außerhalb und innerhalb geschlossener Räume maximal 100 Personen teilnehmen.

    Beim Abstandsgebot gelten Ausnahmen, wenn der Veranstalter gleichzeitig...

    .. nicht mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Sitzplätze besetzt.
    ... die Sitzplätze unmittelbar neben, vor und hinter jedem Gast von Mitgliedern seiner jeweiligen Gruppe besetzt.
    ... die Übertragung von Viren durch geeignete physische Barrieren verhindert.
    ... allen Teilnehmer das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorschreibt.
    ... die von den Teilnehmern jeweils genutzten Sitzplätze zusammen mit ihren jeweiligen Kontaktdaten erfasst.

    Auch bei der Begrenzung der Teilnehmerzahl können Ausnahmen gelten, wenn der Veranstalter gewährleistet, dass ...

    .. nicht mehr als ein Viertel der insgesamt zur Verfügung stehenden Plätze besetzt werden.
    ... alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
    ... kein Alkohol ausgeschenkt oder verzehrt wird.
    .... erkennbar berauschte Personen sowie Personen mit akuten Atemwegserkrankungen oder mit anderen Covid-19-typischen Symptomen nicht eingelassen werden.
    ... die Einhaltung des Abstandsgebots jenseits der zugewiesenen Plätze sichergestellt wird.
    ... die Durchsetzung des Hygienekonzeptes durch eine angemessene Anzahl an Ordnungskräften gegeben ist.
    ... das Hygienekonzept von der zuständigen Behörde genehmigt ist.
    ... bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen der Luftaustausch durch Frischluftzufuhr erfolgt und dies kontinuierlich mittels Kohlendioxid-Sensoren überprüft wird.

    Marktähnliche Veranstaltungen

    Erlaubt sind Veranstaltungen mit Marktcharakter wie Messen, Flohmärkte oder Landmärkte. Es gilt:

    Es dürfen gleichzeitig bis zu 1.500 Personen im Freien und 750 Personen in geschlossenen Räumen anwesend sein - bei letzterem ist maßgeblich: nur eine Person je sieben Quadratmeter begehbarer Fläche.
    In geschlossenen Räumen muss ausreichend gelüftet und dies mittels Kohlendioxid-Sensoren überprüft werden.
    Ordner müssen die Abstandsregeln, Maskenpflicht und Hygienemaßgaben überwachen.
    Alkohol darf nicht ausgeschenkt werden.

    Darüber hinaus gelten die Maßgaben für Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Es kann Ausnahmen bei der Anzahl der Teilnehmer geben, wenn die Veranstaltungsfläche zu maximal einem Viertel belegt wird. Wochenmärkte sind von den Auflagen nicht betroffen.

    Besonderheiten: Tanzen und Singen

    Bei Veranstaltungen darf nicht getanzt werden. Für Tanzschulen oder den Tanzsport gilt das Verbot nicht. Bei Aktivitäten in geschlossenen Räumen, bei denen viele Tröpfchen abgesondert werden - zum Beispiel wenn gesungen wird oder Blasinstrumente gespielt werden - darf dies nur mit einem entsprechenden Hygienekonzept stattfinden.

    Versammlungen

    Eine Versammlung wird laut schleswig-holsteinischem Versammlungsrecht wie folgt definiert: "Versammlung im Sinn dieses Gesetzes ist eine örtliche Zusammenkunft von mindestens drei Personen zur gemeinschaftlichen, überwiegend auf die Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung gerichteten Erörterung oder Kundgebung. Aufzug ist eine sich fortbewegende Versammlung."

    Für alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Versammlungen gilt:

    Die Einhaltung des Abstandsgebots muss möglich sein.
    Im Freien sind Versammlungen mit bis zu 1.500 Teilnehmern erlaubt.
    In geschlossenen Räumen darf die Teilnehmerzahl von 750 Menschen nicht überschritten werden.
    Bei Versammlungen in geschlossenen Räumen muss ein Hygienekonzept erstellt und die Kontaktdaten der Teilnehmer erfasst werden.

    Normalerweise müssen nur offene Versammlungen unter freiem Himmel angemeldet werden - nun gilt diese Pflicht auch für nicht-öffentlichen Versammlungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen. Die Behörden dürfen, wenn sie Zweifel am Infektionsschutz haben, Versammlungen beschränken oder verbieten. Sie dürfen aber ausnahmsweise auch größere Versammlungen genehmigen.

    Wellness: Sauna, Solarium, Massage

    Für die gleichzeitige Nutzung von Saunen, Whirlpools und vergleichbaren Einrichtungen (wie z.B. Infrarotkabinen) gelten die allgemeinen Vorgaben der Verordnung. Da es sich um Freizeiteinrichtungen in geschlossenen Räumen handelt, müssen ein Hygienekonzept vorgelegt und Kontaktdaten erhoben werden.

    Soweit Saunen und Whirlpools im Rahmen von Schwimmbädern betrieben werden, ergibt sich diese Anforderung aus entsprechenden dort gültigen Vorgaben. Die gleichzeitige Nutzung von Dampfbädern ist weiterhin nur einzeln oder durch die Mitglieder eines gemeinsamen Haushalts zulässig.

    Massagepraxen dürfen unter Einhaltung von Hygienevorschriften ebenfalls öffnen.

    Wochenmärkte

    Die sogenannte Coronabekämpfungs-Verordnung regelt, dass auf Wochenmärkten neben Besuchern auch das Verkaufspersonal Masken tragen muss. 

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    NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.10.2020 | 17:00 Uhr

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