Stand: 15.08.2019 12:17 Uhr

Bildungsmonitor: Schleswig-Holstein rutscht ab

Schleswig-Holstein ist im Ländervergleich bei der Bildung um einen Platz zurückgefallen. In dem Bildungsmonitor 2019 des unternehmernahen Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) landete das Bundesland auf Rang 11. Im Jahr zuvor war das nördlichste Bundesland von Platz 13 auf Rang 10 geklettert. Qualitativ holte das nördlichste Bundesland jedoch auf. Sachsen steht in der Studie mit 68,0 Punkten auf Platz 1. Es folgen Bayern und Thüringen. Schleswig-Holstein rangiert bei 47,3 Punkten und hat damit um 1,7 Zähler zugelegt.

Schwächen bei Förderinfrastruktur

In den Kriterien Zeiteffizienz und Bildungsarmut schneidet Schleswig-Holstein gut ab. Nur wenige Kinder werden verspätet eingeschult oder wiederholen eine Klasse. Und nur ein geringer Anteil der Schüler erreicht nicht die Mindeststandards im Lesen. Schwächen hat das Bundesland laut der Studie bei der Förderinfrastruktur, bei naturwissenschaftlichen Fächern an den Hochschulen, bei der Internationalisierung und in der Schüler/Lehrer-Relation an den Schulen.

Experten sehen Nachholbedarf bei der Digitalisierung

Weitere Ergebnisse des Bildungsmonitors: Nur wenige Schüler und Kita-Kinder besuchen laut der Studie Ganztagseinrichtungen. In der Sekundarstufe II muss ein Lehrer vergleichsweise viele Schüler betreuen. Nachholbedarf sehen die Bildungsexperten auch bei der Digitalisierung an den Schulen.

93 Indikatoren

Anhand von insgesamt 93 Indikatoren in zwölf Handlungsfeldern bewertet der BIldungsmonitor, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut verringert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert. Die Vergleichsstudie des IW wurde von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft beauftragt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 15.08.2019 | 12:00 Uhr

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