Stand: 27.03.2020 14:34 Uhr

Zweitwohnungsbesitzer müssen von Küste abreisen

Der Leuchtturm von Pilsum. © NDR Foto: Silke Rudolph
Die Kläger besitzen eine Zweitwohnung in der Krummhörn (hier der Leuchtturm von Pilsum). (Archivbild)

Inhaber von Zweitwohnungen an der niedersächsischen Küste dürfen nicht in ihren Ferienhäusern bleiben. Das hat das Verwaltungsgericht Oldenburg entschieden. Die Richter bestätigten damit vorerst in einem Eilverfahren einen entsprechenden Beschluss des Landkreises Aurich. Der Schutz der Menschen in der Corona-Krise habe Vorrang, urteilten die Richter.

VIDEO: Zweitwohnsitz: Kreis Aurich gegen Pensionärin (5 Min)

Paar aus Rheinland-Pfalz wollte an der Küste bleiben

Mit dem Eilverfahren war ein Paar aus Rheinland-Pfalz gegen den Landkreis Aurich vorgegangen. Die beiden hatten sich geweigert, ihr Ferienhaus in der Krummhörn zu verlassen. Sie wollten nicht nach Hause fahren, weil dort die Infektionsgefahr angeblich höher sei als in Ostfriesland. Zudem sei im Infektionsschutzgesetz von erzwungener Abreise aus Wohneigentum keine Rede, hatten sie argumentiert.

Andere Regelung in Schleswig-Holstein

An der Küste haben Hunderte Menschen, die mit Erstwohnsitz nicht in Niedersachsen gemeldet sind, Ferienwohnungen. Sie fordern Regeln wie in Schleswig-Holstein. Dort hat die Landesregierung entschieden, dass Menschen, die bereits dort sind, an ihren Zweitwohnsitzen bleiben dürfen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.03.2020 | 14:00 Uhr

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