Der Strand der ostfriesischen Insel Borkum. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt

Corona: Bürgermeister werben für zügige Impfungen auf Inseln

Stand: 21.12.2020 08:56 Uhr

Die Bürgermeister der ostfriesischen Inseln hoffen, dass die Inselbewohner schneller gegen das Coronavirus geimpft werden können. Einen entsprechenden Vorschlag haben sie der Landesregierung gemacht.

Auch die Landräte der Kreise Aurich, Wittmund, Leer und Friesland unterstützen die Idee. Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) sagte, sofern ausreichend Impfstoff verfügbar sei, könnten die Menschen auf den Inseln quasi durchgeimpft werden. Übernehmen könnten dies die mobilen Teams, die schon demnächst für die Impfungen besonders gefährdeter Gruppen anreisen sollen.

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Entscheidender Faktor ist die Impfstoffmenge

Für diese Variante spreche das Infektionsrisiko, das von Touristen ausgehe, sobald Reisen wieder zugelassen werden, sagte Ambrosy. Ein weiteres Argument sei der große Aufwand, um die Impfstoffe auf die Inseln zu bringen. Es sei aber offen, ob die mobilen Impfteams auch noch andere Teile der Bevölkerung auf den Inseln impfen dürften. Das Land habe aber zugesagt, diese Möglichkeit zu prüfen. Ob es dazu komme, hänge aber von der zur Verfügung stehenden Menge an Impfstoff ab, so Ambrosy.

Große Anforderungen an Logistik

Die Versorgung der Inseln mit Impfstoffen stellt die Kreise vor logistische Herausforderungen. Die Fährverbindungen zu den Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Baltrum und Juist sind abhängig von den Gezeiten und verkehren daher nicht regelmäßig. Hinzu kommen besondere Anforderungen an den Impfstoff-Transport, der Stoff der Firmen Biontech und Pfizer muss beispielsweise bei minus 70 Grad gelagert werden. Eigene Impfzentren wie auf dem Festland sind auf den Inseln nicht geplant.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 21.12.2020 | 17:00 Uhr

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