Stand: 22.09.2020 14:04 Uhr

Comeback der Auster: Riff vor Borkum angelegt

Mehrere Forscher bereiten sich auf einem Schlauchboot auf einen Tauchgang vor. © Alfred Wegener Institut Foto: Laura Niemeyer
Taucher haben die Austern auf das künstliche Riff auf dem Meeresgrund gebracht.

Seit den 1930er-Jahren gilt die Europäischen Auster in der Nordsee als ausgestorben. Nun soll sie wieder angesiedelt werden. Den Grundstein dafür sollen Austernriffe bilden. Spezialisten des Bundesamts für Naturschutz (BfN) und des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven haben nach eigenen Angaben ein erstes Pilot-Riff in einem Naturschutzgebiet vor Borkum angelegt. Dies sei bereits Ende Juli nördlich der ostfriesischen Inseln erfolgt, teilten BfN und AWI am Dienstag mit.

Bereits weitere Riffe geplant

Taucher platzierten die Muscheln demnach in 30 Metern Tiefe direkt auf dem sandigen Meeresboden sowie auf Kalk- und Sandsteinblöcken. Weitere neue Austernriffe sollen folgen. Dabei soll berücksichtigt werden, auf welchen Unterlagen sich die Austern im Offshore-Bereich am besten entwickeln.

In ganz Europa stark gefährdet

Laut BfN sind Austernriffe ökologisch wertvoll und ein Lebensraum vieler Tiere. Das Wiederansiedlungsprogramm wird vom Bundesforschungsministerium gefördert. Laut BfN ist die ehemals weit verbreitete Europäische Auster wegen der negativen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten wie Fischfang und Umweltverschmutzung in ganz Europa stark gefährdet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 22.09.2020 | 13:30 Uhr

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