Neben einem Brunnen liegen Betonbrocken, Holzklötze und Autoreifen. © NDR

Reppenstedt: Grundwasser-Brunnen von Coca-Cola sabotiert

Stand: 27.01.2021 18:13 Uhr

Der neue Brunnen von Coca-Cola bei Reppenstedt (Landkreis Lüneburg) ist Ziel eines Sabotageaktes worden. Am geplanten Pumpversuch Anfang Februar wird trotzdem festgehalten.

Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin hatten Unbekannte den obersten Teil des Brunnens mit Beton und Unrat verschlossen. Das Material sei mittlerweile vollständig entfernt worden, sagte die Sprecherin. Zudem habe eine Kamerafahrt ergeben, dass der Brunnen und das Peilrohr unbeschädigt geblieben seien. Das Unternehmen hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Förderung von jährlich 350.000 Kubikmeter Wasser geplant

Der für kommende Woche geplante Pumpversuch soll trotz des Vorfalls stattfinden. Er dient der Vorbereitung des endgültigen Erlaubnisverfahrens zur Wasserentnahme. Der Konzern möchte mit dem neuen Brunnen bis zu 350.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr aus einer Tiefe von etwa 195 Metern fördern. Bei dem Versuch könnten laut Erlaubnis bis zu 118.000 Kubikmeter Grundwasser abgepumpt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 27.01.2021 | 15:00 Uhr

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