Stand: 16.10.2017 11:43 Uhr

So haben Sie gewählt: Ergebnisse nach Regionen

Niedersachsen hat gewählt, das vorläufige amtliche Endergebnis der Landtagswahl steht fest: Die SPD ist mit 36,9 Prozent stärkste Kraft im Land geworden, die CDU fuhr mit 33,6 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 1959 ein. Hier Ergebnisse in den Wahlkreisen und Direktmandate im Überblick.

Der Südosten

Im Sendegebiet der NDR Studios in Braunschweig und Göttingen ist die SPD bei der Landtagswahl klar stärkste Partei geworden. Die Sozialdemokraten kamen auf 40,7 Prozent der Zweitstimmen (+4,5). Die CDU büßte 3,6 Prozentpunkte ein und landete mit 29,5 Prozent auf Platz zwei. Danach folgen die Grünen mit 8,3 Prozent (-5,3), die FDP mit 7,1 Prozent (-1,4), die Linke mit 4,8 Prozent (+1,3) und die AfD mit 7 Prozent (+7). Die Grünen kamen in Göttingen mit 20,2 Prozent auf ihr landesweit bestes Zweitstimmen-Ergebnis - allerdings kamen sie dort 2013 noch auf 28,5 Prozent. Die AfD fuhr in Salzgitter mit 13,7 Prozent ihr landesweit bestes Ergebnis ein. Auch bei den Direktkandidaten hat die SPD in der Region klar die Nase vorn - Sozialdemokraten haben in 19 der 20 Wahlkreise das Direktmandat geholt. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt setzte sich im Wahlkreis 18 (Northeim) souverän mit 47 Prozent der Erststimmen durch.

Die Abgeordneten für den Südosten

Hannover/Weser-Leinegebiet

In der Region Hannover/Weser-Leinegebiet hat die SPD bei der Landtagswahl als stärkste Partei abgeschnitten. Bei den Zweitstimmen holten die Sozialdemokraten 38,9 Prozent (+3,7). Dahinter kam die CDU auf 30,8 Prozent (-1,8). Es folgen die Grünen mit 9 Prozent (-5,2), die FDP mit 7,4 Prozent (-2,7), die Linke mit 4,9 Prozent (+1,7) und die AfD mit 6,6 Prozent (+6,6). Im Wahlkreis Hannover-Linden schaffte die Linke mit 13,7 Prozent ihr landesweit bestes Zweitstimmen-Ergebnis. Auch bei den Direktmandaten liegen die Sozialdemokraten im Sendegebiet des NDR in Hannover klar vorn: 18 der 23 Wahlkreise haben SPD-Bewerber geholt, fünf gehen an CDU-Kandidaten. Niedersachsens amtierender Ministerpräsident und Spitzenkandidat der SPD, Stephan Weil, gewann das Direktmandat im Wahlkreis 25 (Hannover-Buchholz) klar. Er konnte 47,5 Prozent der Erststimmen auf sich vereinigen.

Die Abgeordneten für Hannover/Weser-Leine

Der Nordwesten Niedersachsens

Im Nordwesten Niedersachsens haben SPD und CDU ihre Hochburgen verteidigt. Die CDU konnte sich mit den Direktmandaten in Cloppenburg und Vechta behaupten. So gewann Christoph Eilers den Wahlkreis 67 (Cloppenburg) mit 60,8 Prozent der Erststimmen. Im Wahlkreis 66 (Cloppenburg-Nord) holte CDU-Kandidat Karl-Heinz Bley mit 48,1 Prozent das Direktmandat. Im Wahlkreis 68 (Vechta) gewann Stephan Siemer (CDU) mit 60,2 Prozent. In Vechta holten die Christdemokraten mit 57,5 Prozent auch ihr landesweit stärkstes Zweitstimmenergebnis. Die SPD knüpfte dagegen in Emden und Aurich an gewohnte Ergebnisse jenseits der 50-Prozentmarke an. Im Wahlkreis 86 (Aurich) gewann SPD-Kandidat Wiard Siebels mit 52,5 Prozent. Im Wahlkreis 84 (Leer/Borkum) löste die SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Johanne Modder, mit 53,7 Prozent souverän das Direktticket in den Landtag.

Die Abgeordneten für den Nordwesten

Heide und an der Unterelbe

Die CDU ist bei der Landtagswahl in der Region Lüneburger Heide/Unterelbe stärkste Kraft geworden. Auf die Christdemokraten entfielen 35,4 Prozent der Zweitstimmen (-2,3). Die SPD rangiert mit 33,1 Prozent (+4,5) knapp dahinter. Es folgen die Grünen mit 9,8 Prozent (-5,4), die FDP mit 8 Prozent (-2,4), die Linke mit 4,4 Prozent (+1,5) und die AfD mit 6,5 Prozent (+6,5). Die Region Lüneburg und Unterelbe liegt traditionell fest in den Händen der CDU. Die Christdemokraten gewannen hier schon bei der Landtagswahl 2013 fast alle Direktmandate. 2017 gehen elf Direktmandate an CDU-Bewerber, zwei an die SPD. So gewann auch CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann am Sonntag das Direktmandat in seinem Wahlkreis 51 (Seevetal) - allerdings nur knapp. Althusmann lag mit 38,6 Prozent der Erststimmen nur rund zwei Prozentpunkte vor seinem SPD-Kontrahenten Tobias Handtke.

Die Abgeordneten für Heide/Unterelbe

Osnabrück und Emsland

Die CDU ist beim Zweitstimmenergebnis in der Region Osnabrück und Emsland klar stärkste Kraft. Mit 45,1 Prozent (-0,8) liegen die Christdemokraten deutlich vor der SPD (29,9 Prozent, +3,6), den Grünen (7,7 Prozent, -3,3), der FDP (7,8 Prozent, -3,3), der Linken (3,6 Prozent, +1,4) und der AfD mit 4,2 Prozent (+4,2). Niedersachsens Westen, geprägt durch die Landwirtschaft, ist traditionell CDU-Land. 13 Wahlkreise gehören in das NDR Sendegebiet Osnabrück und Emsland. Noch 2013 hatten zwölf davon die Christdemokraten gewonnen. 2017 gehen in der Region zehn Wahlkreise an die CDU, drei an die SPD. In Osnabrück gingen diesmal beide Wahlkreise an die Sozialdemokraten: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius holte das Direktmandat im Wahlkreis 78 (Osnabrück-West). Der SPD-Politiker bekam 42,6 Prozent der Erststimmen und ließ seinen Kontrahenten Burkhard Jasper von der CDU weit hinter sich (33,9 Prozent).

Die Abgeordneten für Osnabrück/Emsland

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Grafiken: SPD gewinnt - und verliert die Mehrheit

Die SPD um Ministerpräsident Weil hat die Landtagswahl gewonnen. Für eine Fortsetzung der rot-grünen Regierungskoalition reicht das Ergebnis nach dem Einzug der AfD in den Landtag aber nicht. Bildergalerie

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Wahltool: Alle Zahlen zur Landtagswahl

Landtagswahl Niedersachsen in Zahlen: Hier finden Sie alle Ergebnisse, Wahldaten und Umfragen zur Niedersachsenwahl 2017. Dies ist ein Angebot von tagesschau.de. extern

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.10.2017 | 11:00 Uhr

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