Stand: 22.03.2019 14:10 Uhr

Totschlag in Lauenau: Freispruch nach Revision

Das Landgericht Hildesheim hat am Freitag einen 47-Jährigen aus Lauenau (Landkreis Schaumburg) in einem erneuten Prozess wegen Totschlags freigesprochen. Die Ehefrau des Mannes war im Mai 2015 erst mit einer Holzlatte geschlagen und dann erdrosselt worden. Die Anklage hatte dem Handwerker vorgeworfen, sie gemeinsam mit seiner Geliebten umgebracht zu haben. Der Angeklagte komme zwar weiterhin als Täter in Betracht, es gebe aber Zweifel, begründete das Gericht sein Urteil. Der 47-Jährige brach nach der Urteilsverkündung in Tränen aus.

BGH hob erstes Urteil auf

Der Angeklagte, der stets seine Unschuld beteuert hatte, war in einem ersten Urteil des Bückeburger Landgericht nach einem langwierigen Indizienprozess wegen Totschlags zu einer elfeinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte seit 2015 im Gefängnis gesessen. Neben vielen Indizien führte die Kammer im ersten Urteil auch eine belastende Aussage der Geliebten an, die nach eigener Aussage Zeugin der Tat war. Auf die Revision des Angeklagten hin hob der Bundesgerichtshof das Urteil allerdings auf und verwies die Sache schließlich an das Landgericht Hildesheim.

Weitere Informationen

Lauenau: Anklage fordert Verurteilung wegen Mordes

Beim erneuten Prozess gegen einen 47-Jährigen, der bereits wegen Totschlags verurteilt wurde, hat die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung wegen Mordes gefordert. (13.03.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 22.03.2019 | 13:30 Uhr

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