Stand: 14.09.2020 10:58 Uhr

Tierparks und Zoos: Land gibt 20 Millionen Euro

Ein junges Erdmännchen sitzt mit Artgenossen auf einem Felsen im Zoo Hannover. © dpa - Bildfunk Foto: Sina Schuldt
Von Mitte März bis Anfang Mai waren der Zoo Hannover und andere Einrichtungen wegen der Corona-Krise geschlossen (Themenbild).

Die insgesamt 31 Zoos und Tierparks in Niedersachsen bekommen Hilfe vom Land. 20 Millionen Euro stellt das Wirtschaftsministerium insgesamt bereit, im Einzelfall maximal 800.000 Euro. Damit sollen Einnahmeausfälle während des Shutdowns in der Corona-Krise abgemildert werden. Die Hilfen sind Teil des im Juli beschlossenen Konjunkturprogramms für Niedersachsen. Sie können ab dieser Woche bei der NBank beantragt werden. Die Tierparks in der Region Hannover hoffen davon zu profitieren, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet.

Millionen-Minus beim Zoo Hannover

Andreas Casdorff, Geschäftsführer des Zoos Hannover, sagte, er freue sich, dass Zoos und Tierparks als wichtige Orte für Naherholung, Artenschutz und Bildung anerkannt werde. Die Corona-Krise habe den Zoo in der Landeshauptstadt schwer getroffen. Insgesamt rechnet der zoologische Betrieb mit einem Minus von 4,2 Millionen Euro. So lösen die maximal 800.000 Euro nicht alle Probleme des Zoos auf einmal. Allerdings hatte auch die Region Hannover im Frühsommerweitere finanzielle Zuschüsse in Millionenhöhe beschlossen.

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Tierpark Bad Pyrmont: Fünf Monate ohne Einnahmen

Ähnlich willkommen ist das Geld auch im Tierpark Bad Pyrmont. Geschäftsführer Linus Kampe berichtet, die Saison sei wegen des Shutdowns sieben Wochen kürzer gewesen, und das ausgerechnet in den umsatzstärksten Frühjahrsmonaten. In Anbetracht der Tatsache, dass nun bald der Winter komme mit bis zu fünf Monaten ohne Einnahmen, werde sich der Tierpark in jedem Falle um die Finanzhilfen vom Land bewerben, sagte Kampe. Denn es wisse ja auch noch niemand, wie es nach dem Winter weitergehe.

Wisentgehege kennt Minus noch nicht

Sehr interessiert wurde die Nachricht auch im Wisentgehege in Springe entgegengenommen. Sprecher Matthias Aßmann erklärte, man müsse sich jetzt ausrechnen, wie viel Minus während des Shutdowns angefallen ist. Danach werde das Wisentgehege einen Hilfsantrag stellen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 18.09.2020 | 17:00 Uhr

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