Stand: 25.01.2020 15:32 Uhr

SPD und CDU einig: Landarztquote soll kommen

Der Streit um die Landarztquote in Niedersachsen ist vom Tisch. Die CDU hat nach ihrem anfänglichen Widerstand nun angekündigt, den Vorschlag der SPD-Fraktion zu unterstützen. Mit der Quote soll sich ein gewisser Anteil der Medizinstudenten verpflichten, in bestimmten Regionen als Hausärzte zu arbeiten - vor allem dort, wo Mediziner fehlen. Im Gespräch sind dafür momentan zehn Prozent der Studienplätze. Konkreter sind die Pläne bislang allerdings nicht. Derzeit finden Gespräche zwischen den zuständigen Ministerien statt. Die SPD-Fraktionschefin Johanne Modder hatte zuletzt eine Einführung spätestens zum Wintersemester 2021/22 gefordert.

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Macht die Landarztquote Sinn?

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Immer mehr Hausarztpraxen auf dem Land finden trotz Stipendiumprogramm keine Nachfolger. Nun soll eine Landarztquote das Problem lösen. Video (03:44 min)

Zuschüsse für Jung-Ärzte?

Die SPD spricht von möglichen Zuschüssen für Studenten. Diese könnten jedoch auch zurückgefordert werden, sollte der junge Mediziner nicht wie versprochen aufs Land ziehen. Laut CDU-Landeschef Bernd Althusmann reiche eine Quote allein allerdings nicht aus, um das Problem von zu wenig Medizinern auf dem Land zu lösen. Auf der CDU-Klausur in Walsrode am Sonnabend sprach sich die Partei für zusätzlichen Bürokratieabbau für Mediziner aus. So solle der Wechsel von Ärzten aus Kliniken in Landarztpraxen erleichtert werden. Zudem müssten mehr Studienplätze geschaffen werden.

Weitere Informationen

"Jeder zehnte Medizinstudent soll Landarzt werden"

Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) spricht sich für eine Landarztquote aus. So soll die ärztliche Versorgung auf dem Land verbessert werden. (11.12.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

Aktuell | 25.01.2020 | 09:00 Uhr

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