Stand: 04.07.2019 20:02 Uhr

"Jetzt reicht's": Der Wolf und die Bürger

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Der Umgang mit dem Rodewalder Wolf hat bei einer Diskussionsrunde in Sonnenborstel die Gemüter der Bürger erregt. (Themenbild)

Eigentlich sollte der Rodewalder Wolf längst tot sein. Seit Ende Januar ist das Tier zum Abschuss freigegeben, weil es Schutzzäune überwunden und Rinder getötet hat. Doch die Jagd verläuft bislang erfolglos. Das Umweltministerium in Hannover hat die Frist für die Abschussgenehmigung erneut verlängert. Am Dienstag hatte NDR 1 Niedersachsen in Sonnenborstel (Landkreis Nienburg) Bürger eingeladen, mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD), Holger Buschmann vom Naturschutzbund (NABU), Tobias Göckeritz vom Landvolk und Frank Faß vom Wolfcenter Verden über den Umgang mit dem Wolf zu diskutieren. Die zum Teil hoch emotional geführte Debatte in der Sendung "Jetzt reicht's - Ihre Meinung zählt" bei NDR 1 Niedersachsen können Sie hier nachhören.

Faust © Andreas Garrels Foto: Andreas Garrels

Die ganze Sendung: Rodewald und der Wolf

NDR 1 Niedersachsen - Jetzt reicht's -

Der Rodewalder Wolf, auch GW717m genannt, hat zahlreiche Nutztiere gerissen. Seit Monaten ist sein Abschuss genehmigt. In der Sendung diskutieren Befürworter und Gegner.

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Tierschützer nachts im Wald unterwegs

Der Streit um den geplanten Abschuss des Leitwolfs führte in der Vergangenheit nicht nur zu heftigen Diskussionen - auch Aktionen von Tierschützern sorgten bereits für Aufsehen. Sie waren nachts in Wäldern unterwegs, um Jäger beim Abschuss des Tieres zu stören. Die Suche nach dem Rüden mit der Kennung "GW717m" gestaltet sich offenbar schwieriger als zunächst gedacht - auch wegen der Größe des in Frage kommenden Gebiets. Das Territorium des Rodewalder Rudels im Landkreis Nienburg, der Region Hannover und im Heidekreis erstreckt sich über mehr als 200 Quadratkilometer.

Fristen im Klageverfahren noch nicht verstrichen

Ende Mai hatte der Freundeskreis freilebender Wölfe beim Verwaltungsgericht (VG) Oldenburg erneut Klage gegen den Abschuss eingereicht. Dieses Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. "Da es sich um Hauptsacheverfahren handelt, wurden längere Stellungnahmefristen gesetzt, die noch nicht abgelaufen sind", sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes NDR.de. Auch eine weitere Klage sei eingegangen - den Kläger benannte der Sprecher mit Verweis auf Datenschutzgründen aber nicht.

OVG bestätigt Urteil: Abschuss rechtens

Ein vorangegangener Eilantrag war gescheitert: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hatte im Februar eine Entscheidung des VG bestätigt, dass das Tier abgeschossen werden darf. Es könne davon ausgegangen werden, dass dieser Wolf weiterhin Rinder mit normalerweise ausreichendem Herdenschutz reißen und seine Jagdtechnik an andere Wölfe weitergeben werde, hieß es in der Begründung des OVG.

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Dieses Thema im Programm:

Jetzt reicht's | 04.07.2019 | 19:05 Uhr

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