Stand: 22.10.2019 15:49 Uhr

Continental schreibt rote Zahlen

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Krise bei Continental: Der Konzern rutscht in diesem Jahr ins Minus.

Der Reifenhersteller und Autozulieferer Continental steckt in der Krise. In diesem Jahr muss der Konzern nach eigenen Angaben einen Betrag von 2,5 Milliarden abschreiben und rutscht damit in die roten Zahlen. Grund: Die derzeitige Weltproduktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen werde sich in den kommenden fünf Jahren nicht wesentlich verbessern, wie Conti am Dienstag in Hannover mitteilte. Zudem seien Rückstellungen für den Konzernumbau in Höhe von 97 Millionen Euro angefallen. Im vergangenen Jahr hatte Conti noch einen Gewinn von 2,9 Milliarden Euro verbucht.

Antriebssparte wird als Ganzes abgespalten

Wichtigste Neuerung: Continental will seine Antriebssparte Vitesco Technologies als Ganzes abspalten und an der Börse notieren. Ein möglicher Teilbörsengang sei nach einem Beschluss des Vorstands nun keine Option mehr, hieß es am Dienstag. Am 30. April 2020 soll der Plan der Hauptversammlung vorgelegt werden. Auch der Aufsichtsrat muss noch zustimmen.

Größter Konzernumbau der Conti-Geschichte

Der Konzern soll zukünftig als Holding Continental Group geführt werden. Dabei soll es drei geschäftliche Säulen geben: Reifen, das Zulieferergeschäft sowie die Antriebssparte. Der nach eigenen Angaben "größte Umbau der eigenen Geschichte" soll den Konzern effizienter machen, so die Hoffnung der Verantwortlichen.

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Dieses Thema im Programm:

Regional Hannover | 22.10.2019 | 14:30 Uhr

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