Stand: 02.04.2019 15:21 Uhr

Brand-Opfer obduziert: Fingerabdruck in Datenbank

In der Nacht zu Sonntag haben in Stadthagen zwei Wohnhäuser gebrannt, dabei wurden mehr als 20 Bewohner und Helfer verletzt. Ein Mann starb.

Die Polizei in Stadthagen ist bei der Identifizierung des Brand-Opfers vom ersten der beiden Feuer am Sonntagmorgen in der Altstadt einen Schritt weiter. "Ein Fingerabdruck hat zur Übereinstimmung in einer bundesweiten Datenbank geführt", sagte Sprecher Axel Bergmann von der Polizei Nienburg gegenüber NDR.de. Demnach sei das Opfer deutlich jünger als der 73 Jahre alte Bewohner, den eine Kollegin aus dem verrauchten Treppenhaus gerettet hatte. Zu den persönlichen Daten des Mannes machte Bergmann keine Angaben. "Das ist dem Umstand geschuldet, dass wir das noch nicht mit letzter Sicherheit sagen können." Ist die Identität geklärt, müsse man nach Angehörigen forschen. Auch zu dem Umstand des Todes äußerte Bergmann sich nicht. Rechtsmediziner haben das Opfer am Dienstagmorgen in der Medizinischen Hochschule in Hannover untersucht.

Ursache unklar: Experte erstellt Gutachten am Mittwoch

Nach den beiden Bränden in der Altstadt von Stadthagen im Landkreis Schaumburg gehen die Ermittlungen zur Brandursache derweil weiter. "Wir haben ein Gutachten in Auftrage gegeben", sagte Bergmann. Der Experte werde voraussichtlich am Mittwochvormittag beide Brandorte untersuchen. "Ich will nicht ausschließen, dass es sich um vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung handeln könnte", sagte Polizeisprecher Bergmann. Das erste Feuer war um 3.30 Uhr im Herzen der Altstadt, wenige Meter vom Marktplatz entfernt, ausgebrochen. Knapp vier Stunden später brannte es in etwa 400 Metern Entfernung am Beginn der Altstadt erneut. Auf einen Zusammenhang beider Brände gebe es "überhaupt keinen Hinweis", sagte Bergmann.

73-Jähriger liegt schwer verletzt in Klinik, Polizistin ist im Dienst

Bei den beiden Bränden wurden 24 Menschen verletzt. Bis auf den 73-Jährigen, der schwer verletzt in einer Klinik liegt, haben alle Betroffenen die Krankenhäuser verlassen. Die Polizistin, die den 73-Jährigen aus dem zweiten Obergeschoss rettete, ist inzwischen in den Dienst zurückgekehrt. Eines der beiden Häuser ist laut Polizei akut einsturzgefährdet. Auch das andere Haus ist vorerst unbewohnbar.

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 01.04.2019 | 18:00 Uhr

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