Stand: 12.04.2018 15:31 Uhr

Spontan-Evakuierung in Braunschweig: Bombe entschärft

In Braunschweig ist in der Nacht zu Donnerstag eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft worden. Der Blindgänger sei um kurz vor 3 Uhr unschädlich gemacht und danach abtransportiert worden, sagte ein Polizeisprecher gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Die Sperrmaßnahmen wurden daraufhin aufgehoben und etwa 8.400 Anwohner sowie 2.000 Hotelgäste aus der nahen Umgebung konnten in ihre Wohnungen und Unterkünfte zurückkehren. Die Entschärfung hatte sich wegen eines starken Gewitters verzögert.

Bombe bei Bauarbeiten entdeckt

Die Fliegerbombe war erst am Mittwoch bei Bauarbeiten entdeckt worden. Ein Baggerfahrer war mit der seiner Schaufel gegen den Blindgänger gestoßen. Da unklar war, ob der Zünder beschädigt wurde, begannen sofort die Vorbereitungen für eine Evakuierung und Entschärfung. Ab 21 Uhr sperrten die Einsatzkräfte in einem Umkreis von einem Kilometer die Straßen ab und forderten per Lautsprecher die Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen. Wer nicht zu Verwandten oder Freunden konnte, musste die Nacht in einer Sammelstelle in einer Schule verbringen.

Großer Teil der Innenstadt betroffen

Von der Evakuierung war ein großer Teil der Innenstadt betroffen - der Hauptbahnhof hingegen nicht. Einschränkungen gab es bei Straßenbahn- und Buslinien. Wegen der Räumung musste ein Konzert in der Braunschweiger Stadthalle ausfallen.

Schwierigkeiten beim Bürgertelefon

Sorgen bereitete zwischenzeitlich das von der Stadt eingerichtete Bürgertelefon. Unter der Rufnummer war zeitweise niemand zu erreichen. Auch bei der veröffentlichten Liste der betroffenen Straßen waren zunächst Fehler aufgetreten, wie die Stadt auf ihrem Twitter-Account einräumte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 12.04.2018 | 08:00 Uhr

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