Eine junge Frau vergräbt hockend ihr Gesicht in der Armbeuge. © photocase Foto: andlostluggage

PFH-Studie: Corona verstärkt Depressionen und Essstörungen

Stand: 11.10.2021 16:47 Uhr

Während des Corona-Lockdowns von April bis Juni 2020 sind viele Menschen depressiv geworden oder hatten Essstörungen. Das hat eine Studie an der Privaten Fachhochschule Göttingen (PFH) ergeben.

Der Anteil der Menschen mit einer schweren entsprechenden Symptomatik habe sich in dieser Zeit verdreifacht, bei Zwangssymptomatiken sogar verfünffacht. Besonders hoch belastet waren demnach Frauen und jüngere Menschen. PFH-Studienleiter Youssef Shiban führt die Ergebnisse darauf zurück, dass diese Personengruppen stärker unter eingeschränkten sozialen Kontakten gelitten haben.

Studienleiter nennt Situation "besorgniserregend"

"Die starke Erhöhung von psychischen Belastungen ist besorgniserregend", sagte Shiban, Professor für Klinische Psychologie an der PFH. Die Gesundheitsversorgung hinsichtlich psychologischer Hilfe sei schon vor der Corona-Pandemie unzureichend gewesen. Nun werde das System aller Voraussicht nach durch die höhere Beanspruchung noch stärker gefordert, so Shiban.

2.500 Menschen nahmen Studie an

Für die Studie hatten PFH-Forscher das psychische Wohlbefinden der Bevölkerung im Zeitraum von April bis Juni 2020 untersucht. Dabei wurden Daten von rund 2.500 Teilnehmenden ausgewertet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 12.10.2021 | 06:30 Uhr

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