Das ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar. © dpa Foto: Holger Hollemann

Nachhaltigkeit ist Thema bei UNESCO-Welterbestätten-Treffen

Stand: 12.10.2021 06:32 Uhr

"Welterbe nachhaltig gestalten": Das ist diesmal das Thema der Jahrestagung des UNESCO Welterbestätten Deutschland e.V. und der Deutschen UNESCO-Kommission. Sie beginnt heute und dauert bis Donnerstag.

An der Tagung im Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg bei Goslar werden Vertreter der 51 deutschen UNESCO-Welterbestätten teilnehmen. "Nachhaltigkeit ist ein Kernbestandteil des Welterbe-Programms", heißt es vom Verein UNESCO-Welterbestätten Deutschland. Denn mit dem "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" im Jahr 1972 habe sich die Staatengemeinschaft zum Erhalt der Welterbestätten auch für zukünftige Generationen verpflichtet. Die Verantwortlichen in den Welterbestätten seien damit zu einem sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit dem Welterbe aufgerufen.

Diskussion über nachhaltige touristische Angebote

Bei der Jahrestagung der UNESCO-Welterbestätten sollen die Teilnehmer daher unter anderem diskutieren, welche nachhaltigen touristischen Angebote sie bereithalten wollen. Es gehe auch darum, welche Ziele für eine nachhaltige Zukunft gesetzt werden sollen, was Bewohner*innen und Besucher*innen erwarten und wie sie informiert und gelenkt werden können.

Nachhaltiges Reisen zum Erhalt von Welterbestätten

Der Verein "UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V." ist ein Zusammenschluss der touristischen Organisationen von Städten, Regionen und Bundesländern, in denen sich Welterbestätten befinden. Er möchte die deutschen Welterbestätten bekannter machen und einen "behutsamen und qualitätsvollen Tourismus" fördern. Damit verbünde sich die Chance, das Welterbe nicht nur der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sondern seinen Erhalt durch die Einnahmequelle des sanften Tourismus zu garantieren. Nachhaltiges Reisen könne demnach einen Beitrag zum Erhalt von Welterbestätten leisten.

Die Welterbekonvention der UNESCO

Die UNESCO-Welterbekonvention wurde am 16. November 1972 von den Mitgliedstaaten der UNESCO verabschiedet. Mehr als 1.100 Denkmäler und Naturlandschaften stehen inzwischen auf der Liste der Welterbes. Jedes Jahr im Juni oder Juli entscheidet ein internationales Komitee der UNESCO, wer neu aufgenommen wird - in der Regel sind es mehrere Bewerber. Die Kandidaten müssen zahlreiche Kriterien erfüllen. Dazu gehören insbesondere:

  • die Einzigartigkeit
  • die historische Echtheit (Authentizität)
  • der Erhaltungszustand
  • ein Managementplan für die Zukunft
  • sowie bei Naturflächen die Unversehrtheit (Integrität)

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 12.10.2021 | 15:00 Uhr

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Mittelalter

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