Das Bild zeigt das Volkswagen-Logo in Wolfsburg. © NDR

Illegale Absprachen: Volkswagen droht Millionenstrafe

Stand: 20.04.2021 20:48 Uhr

Jahrelang haben EU-Wettbewerbshüter in der Automobilbranche wegen des Verdachts illegaler Absprachen ermittelt. Nun drohen der sogenannten 5er-Gruppe, darunter Volkswagen, Strafen in Milliardenhöhe.

Neben VW stehen auch die Tochtergesellschaften Audi und Porsche sowie BMW und Daimler unter Verdacht, sich untereinander illegal bei der Abgastechnik abgesprochen zu haben, wie das Magazin "Business Insider" berichtet. Die Ermittlungen sollen nun abgeschlossen sein. Der Untersuchungsbericht zeige das Ausmaß der Verabredungen. Volkswagen hatte sich im Laufe der Untersuchung selbst angezeigt und mit den Behörden zusammengearbeitet. Der Konzern mit Sitz in Wolfsburg darf demnach auf Straferlass hoffen.

BMW trifft es heftig, Daimler bleibt straffrei

Nicht so gut davonkommen wird BMW. Das Unternehmen bestreitet, an Absprachen beteiligt gewesen zu sein. Dem Vernehmen nach drohen hier die härtesten Sanktionen. Im Raum steht eine Strafe in dreistelliger Millionenhöhe. Daimler hatte sich als erster Konzern als Kronzeuge angeboten und geht dem Bericht zufolge straffrei aus.

Autobauern drohen Schadenersatzansprüche

Nun muss die Europäische Kommission einen förmlichen Beschluss zur Kartellsache fassen. Mit der offiziellen Festsetzung der Bußgelder haben die Autobauer die Möglichkeit, Rechtsmittel gegen die Strafen einzulegen. Gleichzeitig ist dies auch der Zeitpunkt, ab dem Verbraucher zivilrechtliche Schadenersatzansprüche geltend machen können.

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