Ein bunter abfotografierter Code auf einem Bildschirm. Im Fokus steht das Wort "Passwort". © przemekklos / photocase.de Foto: przemekklos / photocase.de

Hackerangriff auf Funke Mediengruppe dauert an

Stand: 23.12.2020 17:34 Uhr

Die Zeitungen der Funke Mediengruppe, zu der unter anderem die "Braunschweiger Zeitung" und der "Harzkurier" gehören, erscheinen wegen eines Hackerangriffs auch Heiligabend in verkleinerten Ausgaben.

Es sei aber gelungen, die Zeitungen für Donnerstag in einem Umfang von 16 bis 20 Seiten zu produzieren, teilte das Unternehmen mit. Der Angriff auf das Medienhaus dauere an. Man arbeite mit Hochdruck an der Lösung und Beseitigung des Problems, sagte ein Sprecher NDR 1 Niedersachsen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine Taskforce mit internen sowie externen IT- und Forensik-Experten eingesetzt, "die aktuell eine gründliche Untersuchung des Vorfalls vornehmen". Zudem haben die Staatsanwaltschaft Köln und die Polizei Essen Ermittlungen aufgenommen.

Paywall deaktiviert

Am Mittwoch erschienen die Tageszeitungen der Funke Mediengruppe, darunter zwölf Regionalzeitungen, nur als Notausgabe. Trotz der Cyber-Attacke sind die Internetseiten der betroffenen Zeitungen weiter zu erreichen. Die Paywalls wurden deaktiviert und alle E-Paper freigestellt.

Fordern Hacker Lösegeld?

Wie lange die Attacke noch dauert, war zunächst ebenso unklar wie die Hintergründe. Nach Informationen des MDR Thüringen wollen die Hacker den Verlag offenbar erpressen. Demnach haben die mutmaßlichen Täter mit spezieller Software Daten auf den Computern verschlüsselt und diese damit unbrauchbar gemacht. Für die Entschlüsselung fordern sie nun ein Lösegeld, so der MDR.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 23.12.2020 | 13:30 Uhr

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