Stand: 09.03.2020 21:54 Uhr

"FarmerSpace": Digitale Technik für Landwirtschaft

Auf einem Feld bei Sehnde in der Region Hannover ist ein Rübenroder zu sehen, der Zuckerrüben erntet. © dpa - Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Wissenschaftler aus Göttingen wollen mit digitalen Technologien die Arbeit auf Feldern schneller machen und dabei den Pflanzenschutz voranbringen. (Symbolfoto)

Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert das Forschungsprojekt "FarmerSpace" der Georg-August-Universität Göttingen mit 2,5 Millionen Euro. Es gehört damit zu einer Gruppe von bundesweit 14 Digital-Projekten, die im Agrarsektor Umwelt- und Tierschutz verbessern sollen und die Arbeit von Landwirten erleichtern können. Am Montag übergab Bundesumweltministerin Julia Klöckner (CDU) Förderbescheide in Höhe von 50 Millionen Euro - einen davon an das in Göttingen zuständige Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ).

Göttinger forschen auf Experimentierfeld für Rüben und Weizen

"FarmerSpace" ist auf drei Jahre angelegt und beschäftigt sich mit der Anwendung digitaler Technik für den Pflanzenschutz. Die Wissenschaftler untersuchen auf einem Experimentierfeld mit Zuckerrüben und Weizen, wie man mit einer Thermalkamera an einer Drohne und einer App fürs Mobiltelefon Felder, Erträge und Unkraut kontrollieren kann. Die Aussaat beginnt in vier bis sechs Wochen.

Forscher wollen Technik-Hürden beseitigen

Den Wissenschaftlern ist es wichtig, die neuen Technologien für Landwirte versteh- und handhabbar zu machen. "Wir wollen das Potenzial dieser neuen Technologien zeigen", sagte Stefan Paulus, Datenexperte am Institut für Zuckerrübenforschung, dem NDR in Niedersachsen. "Es gibt durchaus eine Hürde, diese Technologien zu nutzen. Wir wollen genau diese Hürde kleiner machen, indem wir Dinge erklären und zeigen, wie sie funktionieren."

Satelliten und Drohnen kartieren Felder

Die digitalen Technologien sollen nicht nur in der konventionellen Landwirtschaft, sondern auch im Ökolandbau helfen. So können mit Satelliten- und Drohnendaten oder von Sensoren direkt am Traktor Karten von Feldern erstellt werden. Diese zeigen, an welchen Stellen viel oder besonders wenig Ertrag zu erwarten ist, wo es kranke Pflanzen oder besonders guten Boden gibt. "Die Anforderungen steigen, wir müssen viel mehr dokumentieren, müssen auch viele Prozesse automatisieren und schneller machen", sagte Paulus. Die Testergebnisse sollen regelmäßig in Landwirtschaftszeitungen und auf der IfZ-Homepage veröffentlicht werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 06.03.2020 | 14:30 Uhr

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