Stand: 09.01.2019 07:00 Uhr

1,9 Millionen Euro Schaden bei Kulturstiftung

von Holger Bock

Seit beinahe zwei Jahren arbeitet sich der niedersächsische Landesrechnungshof an der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz ab. Kritikpunkte sind üppige Ausgaben für den ehemaligen Direktor und den Geschäftsführer sowie das Fehlen von Belegen, wofür das Geld ausgegeben wurde. Die Stiftung soll Kulturschaffende im Braunschweiger Land unterstützen, teilweise auch mit Steuergeld. NDR 1 Niedersachsen liegt nun der abschließende Bericht der obersten Rechnungsprüfer vor.

Schaden: 200.000 Euro mehr als angenommen

Auf insgesamt 1,9 Millionen Euro beziffert der Landesrechnungshof den Schaden bei der Stiftung. Das sind noch einmal rund 200.000 Euro mehr als bisher von der Behörde angenommen. Aus dem Abschlussbericht geht hervor, dass vor allem das Barockfestival Soli Deo Gloria Braunschweig zwischen 2006 und 2016 rechtswidrig mehr als eine Million Euro erhalten habe. Auch rund 500.000 Euro, mit denen das Schloss Fürstenberg saniert wurde, hätten nicht dem Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit entsprochen, heißt im Bericht der Behörde. Dieses Geld habe anderen Kulturprojekten in Braunschweig gefehlt.

Bericht heute Thema im Haushaltsausschuss

Das Wissenschaftsministerium als Aufsichtsbehörde weist die Kritik zurück: Ein Schaden sei nicht erkennbar. Die Rechnungsprüfer wollen ihren Bericht heute vor dem Haushaltsausschuss des Landtags im Detail erörtern.

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 08.01.2019 | 18:00 Uhr

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