Ein Mann steht an der Kaimauer während einer Sturmflut. © picture alliance/dpa Foto: Sina Schuldt

Wochenende mit Sturm "Luis": Viel Wind, eher wenig Schaden

Stand: 14.03.2021 19:23 Uhr

Umgestürzte Bäume, abgerissene Metallteile und Verkehrsunfälle: Sturmtief "Luis" hat in Niedersachsen für mehrere Einsätze der Rettungskräfte gesorgt. Meistens ging es dabei glimpflich aus..

Im Landkreis Osnabrück kam es am Sonntagnachmittag nach einem starken Hagelschauer zu sechs Verkehrsunfällen auf der A30 bei Bissendorf. Nahezu zeitgleich gerieten mehrere Autos ins Schleudern. Insgesamt seien zehn Fahrzeuge beteiligt gewesen, teilte die Polizei mit. In allen Fällen blieb es bei Blechschäden. Menschen wurden nicht verletzt.

Blockierte Landstraßen

Am Sonnabend waren in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden zeitweise mehrere Kreisstraßen aufgrund umgefallener Bäume blockiert, wie die Polizei NDR 1 Niedersachsen mitteilte. In Laatzen in der Region Hannover fiel ein Metallteil eines Firmenlogos nach Windböen aus rund zehn Metern Höhe auf einen Radweg, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Feuerwehr sperrte die Straße und demontierte die restlichen Teile, die noch an der Fassade des Gebäudes hingen.

Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag

Folgen hatte "Luis" auch im Landkreis Cloppenburg: In Emstek ging am Freitagabend ein Haus während eines Unwetters in Flammen auf. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte wahrscheinlich ein Blitz den Dachstuhl-Brand ausgelöst. Verletzt wurde niemand. Die Polizei schätzt den Schaden auf 100.000 Euro.

Mehrere Unfälle am Freitag

Bereits am Freitag hatte Sturmtief "Luis" für Probleme in Straßenverkehr gesorgt. Im Westen Niedersachsens kam es infolge von Hagel und Starkregen zu mehreren Unfällen. Nach Angaben der Polizei herrschten zum Zeitpunkt der Unfälle auf den Autobahnen 1 und 29 bei Emstek, Bakum und Dinklage (Landkreis Vechta) am Freitagabend schlechte Straßenverhältnisse. Eine 19-jährige Frau und ihre beiden Mitfahrer überschlugen sich mit ihrem Auto und wurden leicht verletzt. Glimpflicher verliefen zwei Unfälle zwischen den Anschlussstellen Vechta und Lohne/Dinklage auf der A1: Laut Polizei blieb es dort bei Blechschäden.

Montag noch stellenweise ungemütlich

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kann das stürmische Wetter samt Regen, Gewittern und Graupelschauern gebietsweise noch bis Montag anhalten. Im Harz muss zudem mit Schneefall und Glätte gerechnet werden. An der Küste werden auch am Montag noch stürmische Böen erwartet.

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Es drohen orkanartige Böen bis 115 km/h. Stürmische Winde und viel Regen sind aber auch im Rest des Nordens zu erwarten. (10.03.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.03.2021 | 08:00 Uhr

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