Stand: 06.12.2017 08:48 Uhr

Weil fordert ergebnisoffene Gespräche über GroKo

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hält eine stabile Regierung in Berlin nur mit der SPD für möglich. (Archivbild)

Vor dem am Donnerstag beginnenden SPD-Bundesparteitag in Berlin hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) dafür ausgesprochen, sich Gesprächen mit der Union über eine Große Koalition nicht zu verschließen. "Ich bin dafür, dass man jetzt ergebnisoffen und ernsthaft miteinander spricht", sagte Weil am Mittwochmorgen im Interview mit NDR 1 Niedersachsen. "Eines lässt sich sicherlich feststellen: Wir werden ohne die SPD nicht zu einer stabilen Regierung für Deutschland gelangen." Von daher hoffe er, dass der Parteitag den Verantwortlichen ein Verhandlungsmandat erteilt.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil spricht bei einem Festakt anlässlich der Wiedereröffnung des umgebauten Niedersächsischen Landtags in Hannover  Fotograf: Julian Stratenschulte

Stephan Weil im Interview bei NDR 1 Niedersachsen

NDR 1 Niedersachsen - Aktuell -

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich im Interview mit NDR 1 Niedersachsen für Verhandlungen über eine Große Koalition ausgesprochen. Das Gespräch führte Susanne Neuß.

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"Durch Jamaika wurde wertvolle Zeit verdaddelt"

Deutliche Kritik übte Weil an den geplatzten Jamaika-Verhandlungen. "Dadurch sind zwei wertvolle Monate verdaddelt worden", sagte er. "Das macht die Situation jetzt noch komplizierter." Das Scheitern von Jamaika sei auch ein Scheitern der Union und der Bundeskanzlerin. Ohnehin habe die Union bei der Bundestagswahl noch viel stärker verloren als die SPD.

Weil gegen rote Linien im Vorfeld

Falls der SPD-Parteitag wie erwartet den Weg für Verhandlungen über eine Große Koalition freimachen sollte, erwartet Weil keine einfachen Gespräche mit der Union. Trotz zahlreicher strittiger Punkte, wie zum Beispiel einer Bürgerversicherung und einer Obergrenze für Flüchtlinge, rät der Ministerpräsident davon ab, schon im Vorfeld die "berühmten roten Linien" aufzumalen. "Wenn man zu einem Ergebnis kommen will, muss man intern in Ruhe reden und weniger nach außen erklären, was alles nicht geht", so Weil. "Auch das sind Erfahrungen, die wir in Niedersachsen gemacht haben."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.12.2017 | 08:00 Uhr

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