Stand: 04.01.2018 20:38 Uhr

Tarifstreit: NiedersachsenMetall droht mit Klage

Der Ton im aktuellen Tarifstreit zwischen IG Metall und Arbeitgebern in Niedersachsen wird rauer. Anlass ist die Forderung der Beschäftigten, ihre wöchentliche Arbeitszeit bei Bedarf auf bis zu 28 Stunden reduzieren zu können. Wer zum Beispiel Kinder großzieht, Angehörige pflegt oder zu Sonderzeiten arbeitet, soll Anspruch auf einen finanziellen Zuschuss bekommen. Der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall hält diese Forderung für "rechtswidrig". Er droht: Betroffene Betriebe könnten die IG Metall auf Schadenersatz verklagen und streikende Mitarbeiter abmahnen.

"In dieser Form diskriminierend"

"Das bedeutet nichts anderes, als dass ein Teil der Teilzeit-Beschäftigten mehr Geld bekommen würde, als andere. Das wäre in dieser Form diskriminierend", sagte Verbandssprecher Christian Budde NDR 1 Niedersachsen.

IG Metall zeigt sich unbeeindruckt

Die Gewerkschaft lässt sich von dieser Drohung nicht beeindrucken. Er halte die Forderung der Mitarbeiter für zulässig, so Thorsten Gröger von der IG Metall Niedersachsen. Doch tatsächlich vor Gericht ziehen will derzeit wohl noch keine der beiden Parteien: Arbeitgeberverband und Gewerkschaftsbund betonen, weiterhin konstruktiv verhandeln zu wollen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.01.2018 | 08:00 Uhr

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