Stand: 22.06.2020 11:52 Uhr

Renaissance des Wanderns in Corona-Zeiten

Wanderer auf dem Liebesbankweg bei Hahnenklee im Harz © NDR Foto: Axel Franz
Entspannung in der Natur und Abstand halten - wandern bietet sich in Corona-Zeiten an. (Archivbild)

Lange war während der Corona-Pandemie an Urlaub im Ausland oder Flugreisen gar nicht zu denken. Wer Erholung und Entspannung suchte, der musste umdenken - und entdeckte so offenbar auch das Naheliegende ganz neu. In Niedersachsen erholen sich inzwischen viele Menschen wieder beim Wandern. Sowohl Wandervereine als auch Touristikzentralen berichten von steigendem Interesse. Auch daran zu erkennen, dass die Nachfrage nach Wanderkarten enorm zugenommen habe, wie der Vorsitzende des Wanderverbandes Niedersachsen, Ulrich Gövert, zu berichten weiß.

Fernwandern - in diesem Sommer schwieriger

Ob Harz, Lüneburger Heide, Weserbergland, Teufelsmoor - Wanderregionen gibt es viele in Niedersachsen. Doch die Corona-Beschränkungen verändern auch das Wandern. Das Fernwandern, also die mehrtägige Wanderung von Quartier zu Quartier, werde in diesem Sommer schwieriger, so Gövert. Denn bei den Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke muss womöglich improvisiert werden. Insbesondere kleinere Hütten sind unter Umständen geschlossen oder können nur unter Auflagen öffnen.

Tagestouren mit Selbstversorgung

Die Alternative: Tageswanderungen. Entweder von zu Hause aus oder mit einem festen Urlaubsquartier. Laut Harzklub in Clausthal-Zellerfeld bieten sich viele Rundwanderwege an. Wanderer sollten sich vorher aber unbedingt erkundigen, ob Wanderziele mit Gastronomie auch geöffnet haben, rät der Wanderverband. Ganz wichtig deshalb in diesem Wander-Sommer: der Rucksack mit genügend Proviant und Wasser.

Mehr junge Leute unterwegs

Auch in der Lüneburger Heide ist die neue Wanderlust zu spüren: Hier sei das Interesse am Heidschnuckenweg massiv angestiegen, sagt Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH: "Die Nachfrage, die wir dieses Jahr haben, ist doppelt so hoch wie letztes Jahr." Das Besondere: Vor allem mehr jüngere Leute sind dabei, und zwar die 18- bis 43-Jährigen. "Für uns ist das sehr positiv, weil wir diese Zielgruppe bisher noch nicht hatten", so von dem Bruch.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 22.06.2020 | 12:00 Uhr

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