Ein Zug steht auf einem verschneiten Gleis. © dpa-Bildfunk Foto: Moritz Frankenberg

Nach Schnee und Eisregen: Zugverkehr im Land rollt wieder

Stand: 30.01.2021 10:50 Uhr

Eingefrorene Weichen und vereiste Oberleitungen haben am Freitagabend den Bahnverkehr in Niedersachsen beeinträchtigt. Die Probleme wurden inzwischen behoben, die meisten Züge fahren wieder.

Bei der Deutschen Bahn läuft der Fernverkehr wieder weitgehend nach Plan. Nur ganz vereinzelt komme es noch zu Beeinträchtigungen, sagte eine Bahn-Sprecherin am Sonnabend. Zuletzt hatte noch eine Oberleitungsstörung den Zugverkehr zwischen Emden und Norddeich Mole behindert, doch auch diese Strecke ist seit dem Morgen wieder frei.

Weiterhin Behinderungen auf enno-Strecke

Auch bei den Privatbahnen Metronom und erixx verkehren die Züge seit 9 Uhr wieder regulär. Nach Angaben des Metronom sind die meisten der eingefrorenen Weichen wieder funktionstüchtig. Vereinzelt kann es aber nach Angaben beider Bahngesellschaften noch zu Verspätungen und Zugausfällen kommen. Beeinträchtigungen gab es am Morgen noch auf der Strecke des enno zwischen Hannover und Wolfsburg.

Nah- und Fernverkehr wurde Freitagabend eingestellt

Am Freitagabend hatten die Privatbahnen ihren Zugverkehr in Niedersachsen komplett einstellt. Auch die Deutsche Bahn hatte mehrere Strecken für den Fernverkehr vorübergehend gesperrt. Betroffen waren unter anderem die Verbindungen Hannover-Bremen sowie Hamburg-Hannover. Laut Bahn hatten vor allem eingefrorene Weichen, Schnee und vereiste Oberleitungen die Probleme verursacht. Kurz vor Mitternacht konnten die Fernverkehrszüge wieder fahren.

Viele Glätte-Unfälle auf den Straßen

Auch auf den Straßen im Land sorgten Schnee und Eis für Probleme: Im Landkreis Stade ist in der Nacht zu Sonnabend ein Lkw von der Straße abgekommen und in einen Graben gerutscht. Verletzt wurde niemand, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Bereits am Freitag hatte es auf glatten Straßen in Niedersachsen viele Unfälle gegeben, immer wieder kamen Autofahrer von der Straße ab.

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Bei Schnee Kontrolle verloren

So wurden am Freitag auf der A29 im Landkreis Oldenburg zwischen den Anschlussstellen Großenkneten und Wardenburg zwei Personen leicht verletzt. Laut Polizei war eine 22-Jährige mit ihrem Wagen auf Schneematsch ins Schleudern geraten. Der Pkw kam daraufhin von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrfach und blieb dann neben der Fahrbahn im Grünstreifen stehen. Die Fahrerin und ihre Beifahrerin wurden leicht verletzt. Im Landkreis Friesland verlor eine 21-jährige Fahranfängerin ebenfalls auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über ihren Wagen. Laut Polizei landete das Auto auf dem Dach im Graben. Die 21-Jährige kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.01.2021 | 10:00 Uhr

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