Stand: 15.03.2019 20:55 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

"MSC Zoe": Bundesrat fordert schärfere Regeln

Der Bundesrat will nach der Havarie des Schiffs "MSC Zoe" Anfang Januar dieses Jahres schärfere Regeln für Containerschiffe mit Gefahrgut an Bord. Der Meeres- und Küstenschutz müsse verbessert werden, heißt es in einer Entschließung der Länderkammer von Freitag in Berlin. Es sei notwendig, Container besser zu sichern und im Havariefall schneller zu orten. Die Entschließung geht auf einen Antrag der Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zurück.

Küstennahe Havarien vermeiden

Um konkrete wirksame Maßnahmen zu definieren, ist nach Ansicht der Länder zwar der Bericht der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung zu den Ursachen des Unfalls abzuwarten. Bereits jetzt könne aber international geprüft werden, ob Regelungen verschärft werden könnten, um küstennahe Havarien von Großcontainerschiffen zu vermeiden. Die Entschließung wird nun der Bundesregierung vorgelegt.

Fast 300 Container über Bord

Bei der Container-Havarie der "MSC Zoe" am 2. Januar 2019 waren fast 300 Container über Bord gegangen, darunter auch solche mit Gefahrgütern. Die "MSC Zoe", eines der größten Containerschiffe der Welt, war unterwegs nach Bremerhaven.

Weitere Informationen

Millionen Plastikteile der "MSC Zoe" an Stränden

Anfang Januar waren rund 350 Container über Bord des Frachters "MSC Zoe" gegangen. Seitdem wurden allein an niederländischen Stränden etwa 24 Millionen Plastikteilchen angespült. (09.03.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 15.03.2019 | 17:00 Uhr

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