Stand: 09.10.2019 14:45 Uhr

Lebensunterhalt: Zahl der Hilfeempfänger wächst

In Niedersachsen ist die Zahl der Menschen, die Hilfen zum Lebensunterhalt beziehen, 2018 gestiegen. Das geht aus Zahlen hervor, die das Landesamt für Statistik (LSN) am Mittwoch in Hannover veröffentlichte. Demnach bezogen Ende vergangenen Jahres 43.353 Menschen diese Unterstützungen. Das waren 400 mehr als Ende 2017. Nach Angaben des LSN waren von den Leistungsempfängern 55,9 Prozent (24.216) Männer und 44,1 Prozent (19.137) Frauen. Geregelt ist der Anspruch auf solche Leistungen im dritten Kapitel des Sozialgesetzbuches (SGB) XII.

Besonders viele Empfänger im Landkreis Uelzen

Niedersachsenweit kamen durchschnittlich 54 Empfänger auf 10.000 Einwohner. Im Landkreis Uelzen war die Quote mit 119 Leistungsbeziehenden bezogen auf 10.000 Einwohner landesweit am höchsten. Danach folgte Salzgitter mit 104 Personen. Vergleichsweise wenige Empfänger wurden in Cloppenburg registriert. Dort waren von je 10.000 Einwohnern 24 Menschen leistungsberechtigt.

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Bruttobedarf von Personengemeinschaften liegt bei 799 Euro

Nahezu 75 Prozent der Empfänger (31.696) wohnten in Pflegeheimen oder ähnlichen Einrichtungen. Von den übrigen lebte der größte Teil (10.855) in sogenannten Personengemeinschaften mit Partner, Kindern oder Eltern. Der durchschnittliche Bruttobedarf für eine solche Gemeinschaft lag 2018 bei monatlich 799 Euro. Fast die Hälfte dieser Summe (352 Euro) entfiel laut LSN auf Aufwendungen für Unterkunft und Heizung. Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen Menschen, die diesen nicht oder nicht ausreichend aus eigenem Einkommen und Vermögen bestreiten können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.10.2019 | 13:00 Uhr

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