Göttingen: Wissenschaftler stehen bei einem sogenannten Hangtest an dem Sonnenobservatorium "Sunrise III" am Max-Planck-Institut (MPS) für Sonnensystemforschung. © picture alliance/dpa | Swen Pförtner Foto: Swen Pförtner

Göttinger Sonnenteleskop "Sunrise III": Mission schlägt fehl

Stand: 13.07.2022 14:48 Uhr

Das Göttinger Sonnenteleskop "Sunrise III" hat einen fehlgeschlagenen Flugversuch hingelegt. Das System landete vorzeitig im schwedischen Kiruna. Forscher konnten es weitestgehend unversehrt bergen.

Das teilte das Göttinger Max-Planck-Institut (MPI) für Sonnensystemforschung am Mittwoch mit. Den Angaben zufolge ließ sich das Teleskop nicht auf die Sonne ausrichten und konnte so keine Messdaten sammeln. Der Flug musste deshalb nach Angaben des Instituts nach wenigen Stunden abgebrochen werden. Die Ursache dafür ist noch unklar. Für weitere Untersuchungen soll "Sunrise III" erst einmal zurück nach Göttingen gebracht werden. Ein erneuter Start des ballongetragenen Systems sei in den kommenden Jahren denkbar, hieß auf vom MPI.

Stratosphäre sollte erreicht werden

Neben dem nach eigenen Angaben größten Sonnenteleskop, das je die Erde verließ, sind noch weitere Messinstrumente an "Sunrise III" montiert. An einem 200 Meter hohen Heliumballon hängend, war ursprünglich das Erreichen der Stratosphäre in 35 Kilometern Höhe geplant. Die Forscher erhofften sich davon Erkenntnisse zum Magnetfeld der Sonne.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 13.07.2022 | 15:30 Uhr

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