Aufkleber eines Fußballvereins kleben in einem Regionalzug. © Bundespolizeiinspektion Hannover

"Fußballfans" randalieren und brüllen rechtsradikale Parolen

Stand: 24.04.2022 13:26 Uhr

Mehrere verunreinigte und beschädigte Züge sind das Ergebnis einer Zuganreise von Anhängern des Hallescher FC zu einem Spiel der 3. Liga nach Dortmund.

Rund 400 Fußballanhänger seien am Sonnabend in einem Zug des Transportunternehmens Erixx aus Goslar Richtung Hannover unterwegs gewesen, darunter 175 sogenannte Risikopersonen, teilte die Bundespolizei am Sonntag mit. Ein Großteil der Gruppe sei alkoholisiert gewesen. Der "betrunkene Mob" habe rechtsradikale Parolen skandiert und Sachbeschädigungen begangen. In Hildesheim sei der Zug gestoppt worden. "Fans" und reguläre Reisende hätten ihre Fahrt mit anderen Verbindungen fortführen müssen, so die Polizei.

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Im Nachgang wurden nach Auskunft der Polizei weitere Sachbeschädigungen bekannt. In einem Zug des Anbieters Abellio von Magdeburg nach Goslar seien ebenfalls Sachbeschädigungen und starke Verunreinigungen festgestellt worden. Zudem wurden in der S1 von Hannover nach Minden unter anderem Kabel und Türdichtungen im WC beschädigt. In Dortmund sei es zu Angriffen auf Polizeibeamte und größeren Ausschreitungen gekommen. Auf der Rückreise nach Halle sei der "Fan-Mob" von eingeflogenen Einsatzkräften aus Bayreuth begleiteten worden. Das Spiel Borussia Dortmund II gegen Hallescher FC endete 0:0.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 25.04.2022 | 07:30 Uhr

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