Stand: 06.03.2020 07:58 Uhr

Coronavirus: Wo werden Testzentren eingerichtet?

Ein Arzt zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. © dpa-Bildfunk Foto: Sebastian Gollnow
In der kommenden Woche sollen die ersten Corona-Testzentren ihre Arbeit aufnehmen. (Themenbild)

Die ersten Testzentren für Corona-Verdachtsfälle sollen in der kommenden Woche ihre Arbeit aufnehmen. "Es wird sicherlich nicht in allen Gesundheitsämterbezirken gleichzeitig sein, aber sehr schnell hintereinander weg", sagte Claudia Schröder aus dem Sozialministerium. Sie leitet eine Expertengruppe, die alle Schritte im Land koordiniert, die mit dem neuartigen Virus zu tun haben. Wie die Testzentren aufgestellt werden und wie viele es geben soll, erarbeitet derzeit die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) zusammen mit den Gesundheitsämtern vor Ort. Wo genau die Testzentren eingerichtet werden, soll voraussichtlich heute entschieden werden. Schröder hält unter anderem auch mobile Testzentren für möglich.

VIDEO: Corona: Erste mobile Teams im Einsatz (2 Min)

Testzentren sollen Hausärzte entlasten

Eventuell könnten die ersten Testzentren zunächst nur stundenweise starten, sagte Schröder. Für den Aufbau sei ein bisschen Vorlauf nötig. Schließlich müssten in den Kommunen erst Räume gefunden und Stellen besetzt werden. Ursprünglich war geplant, dass die ersten Testzentren bereits Ende dieser Woche die Arbeit aufnehmen sollten. Wenn sie dann eingerichtet sind, sollen sie Hausärzte entlasten und Ressourcen wie beispielsweise Schutzmasken und Kittel schonen. Ein Großteil davon sei bisher aus China gekommen, wo die Produktion aber zum Erliegen gekommen sei, so Schröder. Nun sei man im Gespräch mit niedersächsischen Unternehmen und mit der Landesarbeitsgruppe der Freien Wohlfahrt. Zumindest vorübergehend könnte die Schutzausrüstung auch hier hergestellt werden. Die Werkstätten der Caritas in Altenoythe (Landkreis Cloppenburg) produzieren bereits Schutzausrüstung.

Nicht zum Arzt gehen, sondern anrufen

Bis die Testzentren eingerichtet sind, bleiben die Hausärzte erste Anlaufstelle für möglicherweise infizierte Patienten. Wer Symptome hat, soll aber nicht ins Wartezimmer gehen, sondern den Hausarzt oder den medizinischen Bereitschaftsdienst unter 116 117 anrufen. So soll verhindert werden, dass sich weitere Menschen anstecken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.03.2020 | 07:00 Uhr

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