Stand: 17.04.2020 07:03 Uhr

Corona: Versorgung mit Wasser und Strom gesichert

Eine Windkraftanlage zwischen Stromleitungen auf einer großen Wiese © NDR Foto: Peer-Axel Kroeske
Um die Energieversorgung sicherzustellen, ergreifen die Verantwortlichen diverse Maßnahmen. (Themenbild)

Wegen der Corona-Krise sind seit Wochen weite Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Schulen, Geschäfte und Restaurants sind geschlossen, der Kontakt zu anderen Menschen ist eingeschränkt. Keine Einschränkungen gibt es bislang glücklicherweise bei Strom- und Wasserversorgung. Damit das so bleibt, haben viele Wasserwerke und Stromversorger ihre Arbeitsabläufe angepasst. Oberstes Gebot: Infektionen unter den Mitarbeitern müssen vermieden werden.

VIDEO: Strom- und Wasserversorgung in der Corona-Krise (3 Min)

Wechselnde Teams im Wasserwerk

Im Wasserwerk von Garbsen-Neustadt (Region Hannover) gibt es deshalb beispielsweise einen wöchentlichen Wechsel der Teams. Drei Mitarbeiter arbeiten in der einen Woche, drei andere Kollegen in der nächsten. "Wir versorgen 130.000 Menschen mit Trinkwasser. Das könnte nicht durch ein anderes Wasserwerk ersetzt werden", sagte Geschäftsführer Stephan Schumüller dem NDR Fernsehen. "Deshalb muss dieses Wasserwerk auf jeden Fall in Betrieb gehalten werden. Wir müssen also dafür sorgen, dass immer Mitarbeiter verfügbar sind, die hier ihren Dienst tun können."

Besondere Maßnahmen bei Netzbetreiber Tennet

Angespannt ist die Lage auch beim Stromnetzbetreiber Tennet. Schon vor Wochen wurde hier in den Krisenmodus geschaltet. "Wir sind so vorbereitet, dass unser Betrieb möglichst dauerhaft von der Corona Krise verschont bleibt", sagte Pressesprecher Mathias Fischer. "Dafür sind die Hygienemaßnahmen verschärft worden." Außerdem würden sich die Mitarbeiter bei der Schichtübergabe nicht begegnen. Es seien nur die anwesend, die an den Geräten arbeiten müssen. Aktuell ist die Situation gut unter Kontrolle. Im Gegensatz zu Italien, wo es einen starken Anstieg gab,  habe sich der Stromverbrauch im Höchstspannungsnetz von Tennet bislang auch nur um vier bis fünf Prozent erhöht, so Fischer.

Weitere Informationen
Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), bei einer Pressekonferenz in Schwerin.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Hallo Niedersachsen | 16.04.2020 | 19:30 Uhr

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