Stand: 07.08.2020 11:56 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Corona-Regeln: Schulleitungen sind in der Pflicht

Kinder in der Schulklasse beteiligen sich am Unterricht. © picture alliance Foto: Sebastian Gollnow
Wenn Kinder entgegen einer Anweisung des Gesundheitsamtes zum Unterricht kommen, könnte Eltern und Schulleitungen künftig ein Bußgeld drohen. (Themenbild)

Im geplanten neuen Corona-Bußgeldkatalog des Landes Niedersachsen sollen nicht nur Maskenverweigerer stärker zur Kasse gebeten werden. Erstmals werden Schulen in einem eigenen Passus mit aufgenommen, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) berichtet. Demnach sind für Schulleitungen zum Beispiel Geldbußen zwischen 1.000 und 10.000 Euro vorgesehen, wenn sie ihre Schulen öffnen, obwohl ihnen dies vom Gesundheitsamt untersagt worden ist.

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Schulleiter, Schüler und Eltern in der Pflicht

Wird an Schulen ohne festgelegte Gruppen unterrichtet, drohen Schulleiterinnen und Schulleitern Geldstrafen zwischen 1.000 und 5.000 Euro. Gleichzeitig werden laut NOZ Schüler beziehungsweise deren Eltern mehr in die Pflicht genommen. Besucht ein Kind trotz Verbots durch das Gesundheitsamt die Schule kostet das zwischen 150 und 400 Euro.

Ministerium kündigt baldige Entscheidung an

Beschlossen sind die Neuerungen der Zeitung zufolge noch nicht. Demnach liegen die Pläne der rot-schwarzen Landesregierung zurzeit den kommunalen Spitzenverbänden vor, damit sich diese dazu äußern können. Eine Entscheidung wird laut Sozialministerium kommende Woche erwartet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.08.2020 | 12:00 Uhr

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