Ein Mann niest. Wasser kommt aus Mund und Nase. © picture-alliance / dpa Foto: epa PA Jordan

Corona: Forscher wollen Aerosol-Warnsystem entwickeln

Stand: 13.11.2020 17:02 Uhr

An der Universität Osnabrück hat am Freitag ein Forschungswochenende begonnen. Die Teilnehmer wollen ein Warnsystem für Aerosole entwickeln.

Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass diese feinsten Tröpfchen, die beim Ausatmen, Husten, Niesen und Sprechen entstehen, im Wesentlichen für die Übertragung des Coronavirus verantwortlich sind. Das Warnsystem soll später in Klassenräumen eingesetzt werden.

Zusammenhang zwischen Aerosolen und Kohlendioxid

Konkret sollen die Projektteilnehmer Systeme erfinden, die die Konzentration von Kohlendioxid in der Raumluft messen. Da es laut aktuellen Studien einen Zusammenhang zwischen Kohlendioxid und Aerosolen gibt, könnten die Systeme indirekt auch Hinweise auf den Aerosolgehalt geben. Die 50 Forscher haben bei der virtuellen Veranstaltung das Wochenende über Zeit, allein oder in Teams kostengünstige Warnsysteme zu entwickeln, so die Universität Osnabrück.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.11.2020 | 17:00 Uhr

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