Stilisierte Coronaviren sind  über einen Geldschein projiziert (Montage) © photocase, Fotolia Foto: PolaRocket, psdesign1

Wegen der Corona-Pandemie: Landräte in MV wollen mehr Geld

Stand: 29.05.2021 10:10 Uhr

Lange waren sie ruhig, jetzt halten sie nicht mehr still: die Landräte verlangen vom Land eine bessere Bezahlung. Das Innenministerium müsse die entsprechende Besoldungsverordnung "anpassen".

von Stefan Ludmann NDR 1 Radio MV Aktuell

So kann es in den Augen der Landräte nicht weitergehen: Die sechs Verwaltungschefs der Landkreise wollen mehr Geld. In einem gemeinsamen Brief an Innenminister Torsten Renz (CDU) fordern sie eine höhere Bezahlung. Sie liefern dafür eine Reihe von Gründen. Das Land nehme die Kreise immer öfter als "Feuerwehr" in Anspruch. Das gelte vor allem, wenn schnell gehandelt werden müsse - ob beim Breitband-Ausbau, bei der Aufnahme von Flüchtlingen oder - aktuell - in der Corona-Krise.

Immer mehr Aufgaben zu erledigen - das soll besser bezahlt werden

Die Landesregierung mache die Vorgaben, umgesetzt werde alles in den Kreisen, auch mit Hilfe von aufwändigen Krisenstäben. Die Aufgaben würden immer komplexer. Außerdem seien in Mecklenburg-Vorpommern deutschlandweit die größten Landkreise entstanden. Diese Verantwortung müsse sich auch in der Bezahlung niederschlagen, im Bundesvergleich sei das Gehalt aber weit unter dem Durchschnitt. Um den Anschluss zu halten, müsse das Gehalt um 500 bis 1.000 Euro im Monat erhöht werden, dazu wollen die Landräte in die höhere Besoldungsgruppe B 7 aufsteigen.

Innenministerium sichert Gespräche zu

Die meisten Landräte bekommen ein monatliches Grundgehalt von etwas mehr als 9.600 Euro - ungefähr so viel wie ein Vize-Staatssekretär in einem Ministerium. Nur die Verwaltungsspitze in Nordwestmecklung verdient mit 9.100 Euro etwas weniger, da dort die Einwohnerzahl unter 175.000 liegt. Der Landkreistag werde eine Antwort erhalten, sicherte Innenminister Renz zu. Das Kabinett sei informiert, entsprechende Gespräche sollen geführt werden.

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