Stand: 07.07.2019 12:44 Uhr

Urteil gegen Ex-AWO-Manager ist rechtskräftig

Rostock: Peter Olijnyk, ehemaliger Geschäftsführer des Kreisverbandes Müritz der Arbeiterwohlfahrt (AWO), wartet im Saal des Oberlandesgerichts auf den Beginn der Berufungsverhandlung im Rechtsstreit um Bereicherungsvorwürfe. © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck
Hat nach dem verlorenen Prozess im März kein Rechtsmittel eingelegt: Ex-AWO-Manager Peter Olijnyk. (Archivbild)

Der erste Rechtsstreit um Bereicherung beim Müritz-Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt ist beendet. Das Urteil gegen den früheren Geschäftsführer Peter Olijnyk ist nun rechtskräftig. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat Olijnyk nach dem verlorenen Prozess im März dieses Jahres am Oberlandesgericht Rostock kein Rechtsmittel beim Bundesgerichtshof mehr eingelegt. Das Urteil sei damit rechtskräftig und könnte vollstreckt werden, teilte ein Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg mit.

Olijnyk muss Schadenersatz in Höhe von 390.000 Euro zahlen

Demnach muss der Ex-Manager rund 390.000 Euro Schadenersatz an seinen früheren Arbeitgeber zahlen. Das Geld hatte er von 2004 bis 2016 unrechtmäßig bezogen. Im Gegenzug soll er wegen zu früher Kündigung rund 100.000 Euro vom Kreisverband bekommen. Peter Olijnyk hatte sich laut AWO-Landesverband lange mit Hilfe eines Bekannten unverhältnismäßig hohe Gehälter zugeschanzt. Die Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt wegen Untreue-Verdachts weiterhin gegen Beide.

Landesweite Schlagzeilen, Untersuchungen, Ermittlungen

Der Fall Olijnyk hatte über die Landesgrenzen von Mecklenburg-Vorpommern hinaus für Aufsehen gesorgt. Der Landesverband ließ die Gehaltspraxis in allen AWO-Kreisverbänden prüfen. Kritik gab es vom Bundesverband. Außerdem nahm ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern seine Arbeit zur Prüfung der Praxis bei den Sozialverbänden auf.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.07.2019 | 13:00 Uhr

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