Stand: 22.04.2020 15:09 Uhr

Ursache für Blaumeisen-Sterben gefunden

Blaumeisen brüten mehrfach im Jahr. Ihr Timing ist perfekt – der Schlupf der Jungvögel fällt in die insektenreiche Zeit des Jahres. © © NDR/BBC/Stefan Huwiler
Insbesondere Blaumeisen sind Opfer des mysteriösen Meisensterbens geworden. (Archivbild)

Ein Bakterium ist nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) Ursache für das massenweise Sterben von Blaumeisen. Die betroffenen Tiere sterben demnach an einer Lungenentzündung. Das hätten Laboruntersuchungen ergeben, so die Umweltschützer. Das Bakterium tötet fast ausschließlich Meisenarten. Laut NABU ist die Blaumeise deshalb so stark betroffen, weil sie in deutschen Gärten am häufigsten vorkommt.

In MV 80 tote Meisen

Der spezielle Erreger ist den Angaben zufolge seit 1996 bekannt und wurde erstmals in Großbritannien nachgewiesen. In den vergangenen zwei Wochen wurden laut NABU deutschlandweit rund 26.000 tote oder erkrankte Vögel gemeldet. In Mecklenburg-Vorpommern waren es etwa 80 Blaumeisen.

Gefährliche Futterstellen

Der Erreger ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Die Umweltorganisation ruft trotzdem zur Vorsicht auf, damit sich die hoch ansteckende Krankheit nicht weiter ausbreitet. So sollten vor allem Futterstellen oder Tränken, an denen tote Vögel gefunden wurden, beseitigt werden.

Weitere Informationen
Eine Blaumeise © NABU Hamburg Foto: Annegret Wiermann

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.04.2020 | 15:00 Uhr

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