Stand: 22.04.2020 15:09 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Ursache für Blaumeisen-Sterben gefunden

Insbesondere Blaumeisen sind Opfer des mysteriösen Meisensterbens geworden. (Archivbild)

Ein Bakterium ist nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) Ursache für das massenweise Sterben von Blaumeisen. Die betroffenen Tiere sterben demnach an einer Lungenentzündung. Das hätten Laboruntersuchungen ergeben, so die Umweltschützer. Das Bakterium tötet fast ausschließlich Meisenarten. Laut NABU ist die Blaumeise deshalb so stark betroffen, weil sie in deutschen Gärten am häufigsten vorkommt.

In MV 80 tote Meisen

Der spezielle Erreger ist den Angaben zufolge seit 1996 bekannt und wurde erstmals in Großbritannien nachgewiesen. In den vergangenen zwei Wochen wurden laut NABU deutschlandweit rund 26.000 tote oder erkrankte Vögel gemeldet. In Mecklenburg-Vorpommern waren es etwa 80 Blaumeisen.

Gefährliche Futterstellen

Der Erreger ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Die Umweltorganisation ruft trotzdem zur Vorsicht auf, damit sich die hoch ansteckende Krankheit nicht weiter ausbreitet. So sollten vor allem Futterstellen oder Tränken, an denen tote Vögel gefunden wurden, beseitigt werden.

Weitere Informationen

Mysteriöses Blaumeisen-Sterben erreicht MV

20.04.2020 14:00 Uhr

Seit März sind in Deutschland Tausende tote Blaumeisen entdeckt worden, die offenbar an einer mysteriösen Krankheit leiden. Nun wurden auch in Mecklenburg-Vorpommern erste Fälle registriert. mehr

Meisensterben: Schon 1.200 Fälle in Niedersachsen

14.04.2020 15:30 Uhr

Niedersachsens Meisen sind von einer unbekannten Krankheit bedroht. 1.200 Vögel sind ihr schon zum Opfer gefallen. Viele Fälle wurden an Futterstellen gesehen. Der NABU bittet um Mithilfe. mehr

Blaumeisensterben: NABU bittet um Mithilfe

10.04.2020 18:00 Uhr

Sie wirken apathisch und sterben oftmals in kurzer Zeit: In der Region Oldenburg gibt es derzeit ein rätselhaftes Blaumeisensterben. Der NABU bittet um Hilfe um es aufzuklären. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.04.2020 | 15:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:00
Nordmagazin