Umgestürzte Bäume auf der B191 © Rald Drefin Foto: Rald Drefin

Unwetter in MV: Blitzeinschläge, umgestürzte Bäume und eine Windhose

Stand: 16.08.2022 09:29 Uhr

Allein in Westmecklenburg ist die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag bei Unwetter zu insgesamt 12 Einsätzen ausgerückt. Unter anderem hatte im Schweriner Stadtteil Warnitz ein Blitz in ein Haus eingeschlagen. Starkregen war außerdem die Ursache für drei Autounfälle auf den Autobahnen.

Der Dachstuhl des Hauses in Schwerin hatte vermutlich durch einen Blitzeinschlag Feuer gefangen. Zwei Menschen, darunter ein Feuerwehrmann, wurden verletzt. Eine Wohnhaushälfte ist nach Angaben der Polizei nicht mehr bewohnbar. Der Schaden wird auf mehr als 200.000 Euro geschätzt.

Brand in der Nähe eines Gastanks

In Hohenkirchen in der Nähe von Grevesmühlen hat es in der Nähe eines Gastanks gebrannt. Auch hier vermutet die Polizei einen Blitzeinschlag. Ein Wohnhaus in der Nähe musste deshalb evakuiert werden. Die Feuerwehr hatte das Feuer jedoch schnell gelöscht und den Gastank über mehrere Stunden gekühlt, um eine Explosion zu verhindern.

Auf die B191 zwischen Eldena und Karstädt sind außerdem mehrere Bäume gestürzt - die Straße war für die Aufräumarbeiten voll gesperrt. Außerdem waren zwischen den umgestürzten Bäumen gleich mehrere Busse eingesperrt, verletzt wurde jedoch niemand. In Grabow ist zudem ein Tunnel unter Bahnschienen mit Regenwasser vollgelaufen, weil die installierten Pumpen offenbar nicht richtig funktioniert haben. 

Windhose zieht über Baumgarten bei Waren

In Baumgarten bei Waren hat eine Windhose am Nachmittag ein Dach erfasst und Teile davon auf die angrenzende B108 geschleudert. Es handelte sich um ca. 20 Quadratmeter Dach einer älteren Baracke auf dem Gelände eines Landwirtschaftsbetriebes. Mehr als 30 Feuerwehrleute rückten zum Aufräumen an. Die Bundesstraße musste deswegen kurze Zeit voll gesperrt werden. 

Drei Unfälle durch Aquaplaning und hohe Geschwindigkeiten

Bei Starkregen haben sich am Montagabend auf den Autobahnen 14 und 24 außerdem drei Verkehrsunfälle ereignet. Gegen 19 Uhr geriet auf der A24 bei Neustadt-Glewe ein Auto vermutlich aufgrund von Aquaplaning ins Schleudern und prallte anschließend gegen die Mittelschutzplanke. Der 44-jährige Fahrer verletzte sich dabei leicht und wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. An seinem PKW entstand ein beträchtlicher Sachschaden, der auf ca. 20.000 Euro geschätzt wurde. Ebenfalls bei Starkregen kam am Abend auf der A14 bei Grabow ein PKW von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug prallte anschließend gegen eine Schutzplanke, der Fahrer blieb unverletzt. Der Schaden hier beträgt ca. 4.000 Euro.

Mit offenbar hoher Geschwindigkeit war kurz vor 20 Uhr auch ein Autofahrer auf der A24 unterwegs, als er nahe Hagenow bei Starkregen die Kontrolle über den PKW verlor. Der Wagen prallte gegen eine Schutzplanke, der 33-jährige Fahrer blieb jedoch unverletzt. Der bei diesem Unfall entstandene Gesamtschaden wird auf ca. 20.000 Euro geschätzt

Die Polizei appelliert an alle Kraftfahrer, bei aufkommendem Starkregen unbedingt die Geschwindigkeit zu reduzieren. Insbesondere bei heftigen Gewitterschauern ist das Aquaplaning-Risiko auf den Straßen groß.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.08.2022 | 06:30 Uhr

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