Stand: 27.04.2020 06:29 Uhr

Stavenhagen: Pläne für Verbrennungsanlage einsehbar

Klärschlamm © NDR Foto: Screenshot
In der geplanten Anlage sollen bis zu 160.000 Tonnen getrockneter Klärschlamm verbrannt werden. (Archivbild)

Von Montag an sind die Unterlagen für eine geplante Klärschlammverbrennungsanlage in Stavenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) online einsehbar. Wegen der Corona-Pandemie ist die Einsicht beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt nur eingeschränkt möglich. Das Unternehmen EEW Energy from Waste will die neue Anlage auf dem Gelände eines Heizkraftwerks errichten, das EEW bereits in Stavenhagen betreibt. Einwände gegen die Erweiterung können bis zum 26. Juni eingereicht werden. Wer die Unterlagen im Internet nicht einsehen kann, sollte sich direkt an das Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg wenden.

Erste Anlage in Mecklenburg-Vorpommern

Falls sie wie geplant bis 2022 verwirklicht wird, wäre es die landesweit erste Anlage, in der ausschließlich Klärschlamm verbrannt wird. Dieser fällt in Kläranlagen an, die zum Beispiel von den Kommunen und Zweckverbänden betrieben werden. Die Verbrennungsanlage in Stavenhagen ist nach Angaben des Unternehmens für die Verbrennung von 160.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr ausgelegt. Aus der Asche soll Phosphor, ein wertvoller Rohstoff, zurückgewonnen werden.

Abwärme für Fernwärmeversorgung

Im neuen Betriebsteil schafft EEW gegebenenfalls zwölf neue Arbeitsplätze. Die Abwärme will EEW Stavenhagen für die städtische Fernwärmeversorgung anbieten. Das Unternehmen hat in Deutschland 18 Anlagen und ist spezialisiert auf die Verwertung thermischer Abfälle. Auch in Rostock soll eine Klärschlamm-Verbrennungsanlage gebaut werden. Die Klärschlamm-Kooperation MV - ein Verbund kommunaler Abwasserentsorger - will sie betreiben. Sie soll ab 2024 etwa 100.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr verbrennen.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.04.2020 | 08:00 Uhr

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