Stand: 27.03.2020 14:36 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Rostock: Stadtwerke bauen neuen Wärmespeicher

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In einem 55 Meter hohen Turm soll Energie in Form von warmen Wasser gespeichert werden. (Animation: Stadtwerke Rostock)

Die Stadtwerke Rostock haben den Grundstein für einen neuen Wärmespeicher gelegt. Er soll helfen, den Anteil erneuerbarer Energien in der Strom- und Wärmeproduktion zu erhöhen. Bereits 2021 soll der 55 Meter hohe Turm, in dem 45 Millionen Liter Wasser gespeichert werden, im Stadtteil Marienehe in Betrieb gehen.Neu ist diese Art der Wärmespeicherung nicht. Die Rostocker Stadtwerke nutzen eine bewährte Technologie. Die Grundsteinlegung fand in ganz kleinem Kreis statt. Wegen der Corona-Krise hatten die Stadtwerke die sonst übliche Feier abgesagt.

Wie in einer Thermoskanne

Bislang produziert die Gas- und Dampfturbinenanlage der Stadtwerke sowohl Wärme als auch Strom, welche direkt in die entsprechenden Netze eingespeist werden, hieß es seitens der Stadtwerke. Zusätzlich wird Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne eingespeist. An Tagen, an denen der Wind stark bläst und entsprechend viel Strom anfällt, müssen derzeit die Anlagen der Stadtwerke ihre Leistung zurückfahren. Allerdings können Kraftwerke nicht ständig hoch- und heruntergefahren werden. Mit dem neuen Wärmespeicher können die Gasturbinen zum Teil weiterlaufen. Der Strom wird genutzt, um das Wasser im Turm zu erwärmen und es - wie in einer riesigen Thermoskanne - warm zu halten. Später kann es zum Beispiel ins Fernwärmenetz abgegeben werden. "Wir fahren unsere Anlage flexibler, das spart Erdgas", erklärte Stadtwerke-Vorstand Oliver Brünnich weiter. Der Kohlendioxid-Ausstoß bei der Stromproduktion werde verringert, was dem Klima zugute komme.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.03.2020 | 14:00 Uhr

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