Eine Puppe liegt am Boden © imago stock&people

Prozess in Schwerin: 47-Jähriger gesteht Kindesmissbrauch

Stand: 11.01.2022 14:58 Uhr

In einem Prozess vor dem Landgericht Schwerin hat am Dienstag ein Mann aus Nordwestmecklenburg gestanden, einem Kind mehrfach sexuell Gewalt angetan zu haben. Einige Taten hatte er gefilmt und die Videos dann verschickt.

Über drei Jahre hinweg, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, hatte der 47 Jahre alte Mann das Mädchen missbraucht. Als es das erste Mal geschah, war das Kind laut Anklage erst sieben Jahre alt. Kennen gelernt hatte der Täter sein Opfer über die eigene Tochter. Die beiden Mädchen waren befreundet, diese Freundschaft, so räumte der Angeklagte vor Gericht ein, habe er ausgenutzt.

Missbrauch mit dem Handy gefilmt

Häufig soll der Täter das Kind mit dem Auto von ihrem Wohnort abgeholt haben, damit die beide Mädchen zusammen spielen können. Schon im Auto habe er dann seinem Opfer sexuell Gewalt angetan. Auch übernachtete das Opfer im Hause des Täters, Übergriffe sollen auch in solchen Situationen vorgekommen sein, obwohl die Tochter und Lebensgefährtin des 47-Jährigen im Haus waren. Nach Belegen der Staatsanwaltschaft hatte er jede Tat gefilmt und akribisch gespeichert. Bei der Durchsuchung fand die Polizei fast 5.000 kinderpornografische Aufnahmen, teils Aufnahmen der eigenen Taten, aber auch Bilder, die im Internet kursieren.

Durch Speicherstick wird Lebensgefährtin auf Missbrauch aufmerksam

Bekannt wurden die Taten, als die Lebensgefährtin des Angeklagten zufällig einen Speicher-Stick am Fernseher fand, mit Aufnahmen, die ihren Partner bei Missbrauchshandlungen mit dem Kind zeigen. Nach seinem Geständnis muss der Angeklagte mit bis zu sieben Jahren Haft rechnen. Ein Urteil wird Mitte März erwartet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.01.2022 | 09:00 Uhr

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