Stand: 26.05.2020 05:16 Uhr

Polizei stoppt Protest gegen Corona-Auflagen

Demonstranten fordern bei einer Kundgebung in Rostock die Abschaffung der Corona-Einschränkungen. © Jürn-Jakob Gericke Foto: Jürn-Jakob Gericke
In Rostock gab es Demonstrationen für und gegen die Corona-Schutzmaßnahmen.

In Mecklenburg-Vorpommern haben am Montagabend in mindestens acht Städten insgesamt mehrere Hundert Menschen gegen die Corona-Einschränkungen protestiert. Laut Polizei gab es in Neubrandenburg mit 270 Teilnehmern den größten, stillen "Protestspaziergang" gegen die umfassende Maskenpflicht und andere Auflagen. Weitere Demonstrationen gab es in Waren, Anklam, Stralsund, Schwerin, Demmin und Malchow.

Bußgelder wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen

In der Rostocker Innenstadt hat die Polizei einen "Spaziergang" nach wenigen Minuten gestoppt. Der Protest ist laut Polizei nicht angemeldet gewesen und hat gegen Corona-Auflagen verstoßen. Die Polizei nahm von rund 230 Menschen die Personalien auf und verwies sie vom Veranstaltungsort. Wegen Verstößen gegen die Schutzmaßnahmen seien Bußgelder verhängt worden.

Gegen Reise- und Besuchs-Einschränkungen

Mehrere Personen aus der betroffenen Gruppe sagten NDR 1 Radio MV, sie seien gegen eine Einschränkung von Grundrechten auf die Straße gegangen. Konkret wurde die Nasen-Mund-Schutz-Pflicht in bestimmten Bereichen genannt sowie die Einschränkungen der Reisefreiheit oder bei Besuchsregelungen in Pflegeheimen.

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Drei Gegendemonstrationen

Gegen diese Art der "Montagsspaziergänge" protestierten in Rostock drei andere Gruppierungen bei angemeldeten Aktionen und mit rund 200 Teilnehmern. Das Bündnis "Rostock nazifrei" rief zu Solidarität in der Gesellschaft auf. Dazu gehöre auch das Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes. Das Bündnis warnte zudem vor Extremisten und Verschwörungsideologen. Proteste gegen Corona-Maßnahmen seien ein Nährboden für solche Gruppen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 26.05.2020 | 05:30 Uhr

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